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Industrien / Kernenergie

Kritische Anlagen. Kontrollierte Verbindungen.

Sensible Anlagen durch sichere Zonenarchitekturen und Hardware-Kryptografie schützen.

Beratung. Integration. Betrieb.

Kühltürme einer Energieanlage – Symbolmotiv

Für die Menschen in Ihrer Branche.

  • Betreiber im Rückbau
  • Zwischenlager und Entsorgung
  • Brennstoffkreislauf und Forschungsreaktoren
  • Hersteller und Dienstleister der Leittechnik

Ihre Schwerpunkte

Aufgaben verstehen. Lösungen gestalten.

Wir segmentieren Anlagennetze nach IEC 62443, sichern Datenflüsse mit Datendioden und erkennen Anomalien in der Leittechnik, ohne in Schutzsysteme einzugreifen.

01

Zonenarchitektur und Angriffserkennung für die Leittechnik

Zonen- und Konduit-Modell mit Einstufung aller Systeme

Mehr dazu
02

Kontrollierte Schnittstellen und Fernzugänge

Schnittstellenkatalog mit Datenflüssen und Zonen

Mehr dazu
03

Datenplattform für Betriebs- und Sicherheitsdaten

Datenplattform mit Anbindung an Historian und Netzsensoren

Mehr dazu

Von der Strategie bis ins System

Sechs Leistungsbausteine

Sechs Handlungsfelder. Wählen Sie, wo Sie genauer hinschauen möchten.

01Zonenarchitektur und Angriffserkennung für die LeittechnikIEC 62443 · IEC 62645 · OPSWAT MetaDefender NetWall

Unser Ansatz

Eine Zonenarchitektur teilt die Anlage in Bereiche mit abgestuftem Schutzbedarf und regelt jeden Übergang über definierte Konduits. Wir ordnen Leittechnik-Systeme nach den Sicherheitsgraden der IEC 62645 und den Sicherheitsstufen der IEC 62443 ein, trennen Sicherheitsleittechnik strikt von betrieblicher Leittechnik und Büronetz und lassen Daten nur über Datendioden nach außen. Datenträger werden vor dem Einsatz an Schleusen geprüft, und passive Sensoren erkennen Anomalien im Netzverkehr, ohne ein Paket in die Leittechnik zu senden. Das Ergebnis erfüllt die Pflicht zur Angriffserkennung nach BSI-Gesetz und die Erwartungen der IAEA an eine abgestufte Schutzarchitektur.

Leistungsumfang im Detail
  • Inventar aller Leittechnik-Systeme, Netzübergänge und Datenflüsse mit Einstufung nach IEC 62645 und IEC 62443
  • Zonen- und Konduit-Modell mit Datendioden für ausgehende Prozessdaten und Industrie-Firewalls zwischen Zonen
  • Datenträgerschleusen mit Mehrfach-Virenscan und Inhaltsbereinigung für Updates und Wartungsnotebooks
  • Passive Angriffserkennung im Leittechnik-Netz mit Anbindung an SIEM und Meldewege nach BSI-Gesetz und NIS2
  • Schutzkonzept, Betriebsanweisungen und Nachweise für Aufsicht, Gutachter und KRITIS-Prüfung

Ein Betreiber im Rückbau führt Datenträgerschleusen und Datendioden ein; Rückbaudienstleister erhalten Anlagendaten aus einer Zone, aus der kein Weg zurück in die Leittechnik führt.

Das erhalten Sie

  • Zonen- und Konduit-Modell mit Einstufung aller Systeme
  • Datenträgerschleusen und Datendioden im Betrieb mit Betriebsanweisungen
  • Angriffserkennung mit Meldewegen und KRITIS-Nachweis
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02Signierte Software und PKI mit Hardware-SicherheitsmodulenUtimaco u.trust GP HSM Se-Series · Thales Luna Network HSM · Entrust nShield 5c

Unser Ansatz

Software, Firmware und Konfigurationen der Leittechnik erreichen die Anlage über Hersteller, Dienstleister und Datenträger, und jede Änderung muss auf Herkunft und Unversehrtheit prüfbar sein. Wir bauen eine Signaturkette auf, in der Hersteller ihre Auslieferung signieren, Ihre Engineering-Stationen die Signatur vor dem Laden prüfen und Ihre eigenen Freigaben mit Schlüsseln in Hardware-Sicherheitsmodulen erfolgen. Dieselbe PKI stellt Zertifikate für Fernwartung, Standortkopplung und Datendioden aus. Wir beraten herstellerneutral zu Utimaco u.trust GP HSM, Thales Luna und Entrust nShield 5 und planen Schlüsselzeremonien mit Rollen, Quoren und Protokoll.

Leistungsumfang im Detail
  • Signaturkonzept für Software, Firmware und Konfigurationen mit Rollen für Hersteller, Gutachter und Betreiber
  • PKI mit Root CA offline und Issuing CA im HSM, Zertifikate für Fernwartung, Standortkopplung und Geräte
  • HSM-Auswahl nach FIPS 140-3 und Common Criteria, Schlüsselzeremonien mit Quoren, Zeugen und Protokollvorlagen
  • Signaturprüfung an Datenträgerschleuse und Engineering-Station als Schritt im Änderungsverfahren
  • Betriebshandbuch für Schlüsselrotation, Firmware-Stände, Notfallwiederherstellung und Prüfung durch Gutachter

Ein Zwischenlager verlangt signierte Updates von seinem Leittechnik-Lieferanten; die Schleuse prüft die Signatur, und die Freigabe zum Laden erfolgt mit einem Schlüssel aus dem HSM des Betreibers.

Das erhalten Sie

  • Signatur- und PKI-Konzept mit Rollen und Zertifikatsprofilen
  • HSM im Betrieb mit protokollierten Schlüsselzeremonien
  • Betriebshandbuch mit Wiederherstellung und Prüfnachweisen
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03Kontrollierte Schnittstellen und FernzugängeOPSWAT MetaDefender OT Access · Datendiode · Privileged Access Management

Unser Ansatz

Betriebsführung, Instandhaltung, Strahlenschutz und Berichtswesen brauchen Daten aus der Anlage, dürfen aber keinen Rückkanal in die Leittechnik öffnen. Wir integrieren Prozessdaten, Dokumentenmanagement und ERP über Schnittstellen, die hinter der Datendiode beginnen, versioniert sind, einen Verantwortlichen haben und jeden Zugriff protokollieren. Fernwartung durch Hersteller läuft über Sprungserver mit Mehrfaktor-Anmeldung, Sitzungsaufzeichnung und Freigabe je Einsatz durch Ihr Personal, nicht über Dauerzugänge, die nach dem Einsatz offen bleiben.

Leistungsumfang im Detail
  • Schnittstellenkatalog mit Datenflüssen, Richtung, Verantwortlichen und Zone je Schnittstelle
  • Prozessdaten-Historian und Integrationsschicht hinter der Datendiode, Anbindung an ERP, Instandhaltung und Dokumentenmanagement
  • Fernwartungsarchitektur mit Sprungserver, Mehrfaktor-Anmeldung, Sitzungsaufzeichnung und Freigabe je Einsatz
  • Berechtigungskonzept für Dienstleister im Rückbau mit befristeten Konten und Vier-Augen-Prinzip
  • Automatisierte Tests, Versionierung und Änderungsverfahren je Schnittstelle, Monitoring im Regelbetrieb

Ein Betreiber koppelt Instandhaltungssystem und Prozessdaten-Historian über eine Datendiode; Instandhalter sehen Messwerte im Büronetz, ohne dass eine Verbindung in die Leittechnik existiert.

Das erhalten Sie

  • Schnittstellenkatalog mit Datenflüssen und Zonen
  • Fernwartungsarchitektur mit Sprungserver und Sitzungsaufzeichnung im Betrieb
  • Berechtigungs- und Freigabekonzept mit Protokollnachweis
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04Signierte Langzeitarchive für Rückbau und BetriebBSI TR-03125 (TR-ESOR) · RFC 3161 Zeitstempel · PDF/A

Unser Ansatz

Rückbaudokumentation, Freimessdaten, Daten zu Abfallgebinden und Betriebsaufzeichnungen müssen über Jahrzehnte vollständig, unverändert und lesbar bleiben, länger als jedes Dateiformat und jedes Signaturverfahren. Wir bauen Archive, die jeden Datensatz beim Eingang signieren, mit qualifiziertem Zeitstempel versehen und verschlüsselt ablegen, und die den Beweiswert nach BSI TR-03125 durch Nachsignieren erhalten. Die Signaturschlüssel liegen im HSM, die Formate folgen PDF/A und XML mit dokumentiertem Schema, und der Zugriff ist rollenbasiert und für Aufsicht und Gutachter protokolliert.

Leistungsumfang im Detail
  • Archivkonzept mit Aufbewahrungsklassen, Formaten nach PDF/A und XML und Schutzbedarf je Dokumentart
  • Signatur- und Zeitstempeldienst mit Schlüsseln im HSM, Beweiswerterhaltung nach BSI TR-03125 mit Nachsignieren
  • Verschlüsselung der Ablage mit LAN Crypt oder Speicherverschlüsselung, Schlüssel unter Kontrolle des Betreibers
  • Übernahme aus Dokumentenmanagement, Messsystemen und Altarchiven mit Prüfung auf Vollständigkeit
  • Betrieb mit Wiederherstellungstests, Formatmigration und Nachweisen für Aufsicht und Entsorgungspartner

Ein Betreiber im Rückbau überführt Freimessdaten und Rückbauprotokolle in ein signiertes Archiv; jeder Datensatz trägt Zeitstempel und Signatur, und das Nachsignieren ist als Dienst eingeplant.

Das erhalten Sie

  • Archivkonzept mit Aufbewahrungsklassen und Formaten
  • Signiertes und verschlüsseltes Archiv mit Zeitstempeldienst im Betrieb
  • Nachweis der Beweiswerterhaltung mit Wiederherstellungstests
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05Datenplattform für Betriebs- und SicherheitsdatenApache Kafka · Apache Spark · Lakehouse

Unser Ansatz

Prozessdaten, Meldungen der Leittechnik, Netzverkehrsdaten und Instandhaltungshistorie liegen in getrennten Systemen und werden selten zusammen ausgewertet. Wir bauen hinter der Datendiode eine Datenplattform, die diese Quellen zusammenführt, und trainieren darauf Modelle, die Abweichungen im Anlagenverhalten und im Netzverkehr früh melden. Modelle geben Hinweise an Schichtpersonal und Sicherheitsteam, entscheiden aber nichts selbst, und jede Auswertung ist versioniert und mit Modellkarte und Datenherkunft nachvollziehbar dokumentiert.

Leistungsumfang im Detail
  • Datenplattform hinter der Datendiode mit Anbindung an Historian, Leittechnik-Meldungen, Netzsensoren und Instandhaltung
  • Anomaliemodelle für Anlagenverhalten und Netzverkehr, geprüft gegen historische Störungen und Wartungsereignisse
  • Auswertungen für Instandhaltung, Strahlenschutz und Berichtswesen mit Rollen und Protokollierung
  • Modellbetrieb mit Versionierung, Monitoring von Datendrift und kontrolliertem Neutraining
  • Dokumentation nach EU AI Act und Abgrenzung zu den Sicherheitsfunktionen der Anlage

Ein Betreiber wertet Pumpendaten und Netzverkehr der betrieblichen Leittechnik gemeinsam aus; ein Modell meldet ein Gerät, das außerhalb von Wartungsfenstern Verbindungen aufbaut, bevor jemand den Vorfall bemerkt.

Das erhalten Sie

  • Datenplattform mit Anbindung an Historian und Netzsensoren
  • Versionierte Anomaliemodelle mit Modellkarte
  • Auswertungen und Berichte für Instandhaltung und Sicherheitsteam
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06Post-Quanten-Readiness für Signaturen und ArchiveML-DSA (FIPS 204) · ML-KEM (FIPS 203) · XMSS (RFC 8391)

Unser Ansatz

Leistungsfähige Quantencomputer werden RSA und elliptische Kurven brechen, auf denen heute Software-Signaturen, Fernwartungszertifikate und Archivsignaturen beruhen. Für Archive, die Jahrzehnte gültig bleiben müssen, ist das kein fernes Problem, denn eine Signatur, die später fälschbar wird, verliert ihren Beweiswert. Wir inventarisieren Verfahren, Schlüssel und Zertifikate über Leittechnik, PKI und Archiv, setzen für Langzeitsignaturen auf hashbasierte Verfahren wie XMSS und LMS und planen den Umstieg der PKI auf ML-DSA und hybride Zertifikate in Etappen, gekoppelt an Gerätewechsel und Änderungsverfahren.

Leistungsumfang im Detail
  • Kryptografie-Inventar über Signaturdienste, PKI, Fernwartung, Datendioden und Archiv mit Bewertung nach Schutzdauer
  • Hashbasierte Signaturen nach XMSS und LMS für Archiv und Firmware mit Zustandsverwaltung im HSM
  • Prüfung der HSM auf Firmware mit ML-KEM, ML-DSA, XMSS und LMS, Migrationspfad für Altgeräte
  • Hybride Zertifikate und Migrationsplan für Root CA, Issuing CA und Geräteidentitäten
  • Fahrplan in Etappen nach Schutzdauer der Daten, Lebensdauer der Geräte und Änderungsverfahren der Anlage

Ein Betreiber stellt die Signaturen seines Rückbauarchivs auf XMSS um und behält die bestehende PKI für Fernwartung bis zum nächsten Gerätewechsel, für den hybride Zertifikate vorbereitet sind.

Das erhalten Sie

  • Kryptografie-Inventar mit Risikobewertung nach Schutzdauer
  • Migrationsfahrplan für PKI, HSM und Archivsignaturen
  • Signaturdienst mit hashbasierten Verfahren im Betrieb
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Zufahrt zu einer Energieanlage – Symbolmotiv
Kernenergie

Typische Projektsituationen

Wo Veränderung konkret wird.

Oft beginnt ein Projekt mit einer konkreten Herausforderung. Diese Beispiele verbinden eine typische Ausgangslage mit einem möglichen Ansatz und dem angestrebten Ergebnis.

Beispielhafte Ausgangssituationen – keine Kundenreferenzen.

01 / Kernenergie

Zonenarchitektur bei einem Betreiber im Rückbau

Rückbaudienstleister brauchen Anlagendaten, Netzübergänge sind über Jahrzehnte gewachsen, die Aufsicht fragt nach dem IT-Schutzkonzept.

Lösung

Inventar und Einstufung nach IEC 62645, Zonen mit Datendioden und Schleusen, Fernwartung über Sprungserver mit Freigabe je Einsatz.

Dokumentiertes Schutzkonzept, kontrollierte Zugänge für alle Dienstleister, Nachweise für Aufsicht und Gutachter.

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02 / Kernenergie

Signierte Updates bei einem Zwischenlager

Leittechnik-Updates kommen auf Datenträgern ohne prüfbare Herkunft, Freigaben erfolgen per Unterschrift auf Papier.

Lösung

Signaturkette mit Herstellersignatur, Prüfung an der Schleuse, Freigabeschlüssel im HSM des Betreibers, Zeremonieprotokolle.

Jedes Update prüfbar auf Herkunft und Unversehrtheit, Freigaben im Änderungsverfahren nachvollziehbar, HSM im Betrieb.

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03 / Kernenergie

Langzeitarchiv bei einer Anlage des Brennstoffkreislaufs

Betriebsaufzeichnungen und Messdaten liegen in Dateisystemen ohne Signatur, das Altarchiv läuft auf Software ohne Herstellersupport.

Lösung

Signiertes Archiv mit Zeitstempeldienst, Beweiswerterhaltung nach BSI TR-03125, hashbasierte Signaturen, Übernahme aus dem Altarchiv.

Beweiswert für Jahrzehnte, Nachsignieren als Dienst, Wiederherstellung getestet und dokumentiert.

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Zusammenarbeit

Ein klarer Weg. Mit Ihrem Team.

Vom ersten Überblick bis zum laufenden Betrieb: Wir stimmen Prioritäten, Verantwortlichkeiten und die Ergebnisse der einzelnen Schritte gemeinsam ab.

So arbeiten wir

  1. 01

    Assessment

    Leittechnik-Systeme, Netzübergänge, Datenträgerwege, Archive und Nachweislücken

    Inventar mit Einstufung nach IEC 62645, Kryptografie-Inventar, Lückenanalyse zu KRITIS und NIS2
  2. 02

    Konzept

    Zonen, Konduits, Signaturkette, Archiv, Betriebsmodell

    Schutzkonzept, Zonenmodell, PKI- und Archivkonzept, Betriebsmodell, Änderungsanträge
  3. 03

    Umsetzung

    Maßnahmen in Wartungsfenstern und im Änderungsverfahren, Etappe für Etappe

    Zonen, Schleusen, HSM, Schnittstellen und Archiv im Betrieb, Tests, Dokumentation, Freigabe je Etappe
  4. 04

    Betrieb

    Monitoring, Nachsignieren, Audits, Wissenstransfer

    Angriffserkennung im Regelbetrieb, Schlüssel- und Archivpflege, KRITIS-Nachweise, schrittweise Übergabe

Vor dem ersten Gespräch

Sie müssen noch nicht alle Antworten haben.

Eine konkrete Herausforderung genügt. Diese vier Fragen helfen uns, gemeinsam die richtige Richtung zu finden.

Erstgespräch vereinbaren
  1. 01

    Was soll sich verändern?

    Die aktuelle Herausforderung und Ihr gewünschtes Ergebnis.

  2. 02

    Welche Systeme sind betroffen?

    Ein Überblick über Standorte, Anwendungen und Schnittstellen.

  3. 03

    Was gibt den Rahmen vor?

    Projekttermine, Wartungsfenster und bekannte Abhängigkeiten.

  4. 04

    Wer gehört an den Tisch?

    Die passenden Ansprechpartner aus IT, Sicherheit und Betrieb.

Hintergrund & Entscheidungshilfen

Was ist IT-Sicherheit für Kernenergie?

Sechs Handlungsfelder von der Zonenarchitektur der Leittechnik bis zum signierten Langzeitarchiv für den Rückbau, geplant, umgesetzt und betrieben von OTOKO®. Keine Maßnahme greift in zugelassene Sicherheitssysteme ein, und jede ist gegenüber Aufsicht und Gutachtern belegbar. Die gesamte Lösung läuft in deutschen Rechenzentren.

IT-Sicherheit für Kernenergie schützt Leittechnik, Betriebsdaten und Zugänge kerntechnischer Anlagen vor Manipulation, ohne die nukleare Sicherheit zu berühren. Sie gilt für Anlagen im Rückbau, Zwischenlager, Forschungsreaktoren und Betriebe des Brennstoffkreislaufs ebenso wie für Kraftwerke im Leistungsbetrieb, im Inland und bei Betreibern im Ausland. OTOKO® deckt dafür sechs Handlungsfelder ab: Zonenarchitektur und Angriffserkennung für die Leittechnik, signierte Software und PKI mit Hardware-Sicherheitsmodulen, kontrollierte Schnittstellen und Fernzugänge, signierte Langzeitarchive für Rückbau und Betrieb, Datenplattform für Betriebs- und Sicherheitsdaten sowie Post-Quanten-Readiness für Signaturen und Archive.

Der Unterschied zu einem reinen Beratungsprojekt liegt in der Trennung und im Nachweis. Schutzmaßnahmen entstehen außerhalb der zugelassenen Sicherheitsleittechnik, jede Änderung durchläuft Ihr Änderungsverfahren und erhält Protokoll, Versionsstand und die Unterlagen, die Aufsicht, Gutachter und das BSI verlangen. Kryptografie und Hardware-Sicherheitsmodule sind unsere Kernkompetenz; Signaturschlüssel für Software, Fernwartung und Archive liegen deshalb in zertifizierten Geräten statt in Software.

Warum OTOKO® für Kernenergie

  • Kryptografie und HSM

    sind unsere Kernkompetenz. Signaturschlüssel für Leittechnik-Software, Fernwartung und Archive liegen bei uns in zertifizierten Hardware-Sicherheitsmodulen mit protokollierten Zeremonien.

  • Deutsche Rechenzentren

    Die gesamte Lösung läuft in deutschen Rechenzentren, vom gehosteten HSM über den Zeitstempeldienst bis zum Langzeitarchiv für den Rückbau.

  • KRITIS und regulierte Branchen

    sind unser Alltag. Wir kennen die Erwartungen von Atomaufsicht, Gutachtern, BSI und Informationssicherheit an Schutzkonzept und Nachweise.

  • Ein Team bis zum Betrieb

    Sicherheitsarchitekten, Kryptografie-Spezialisten und Integrationsentwickler bleiben von der Beratung über die Umsetzung in Wartungsfenstern bis zum Betrieb dieselben Ansprechpartner.

Rahmenbedingungen und Details

Die meisten Betreiber scheitern nicht an fehlender Technik, sondern an gewachsenen Netzübergängen, unklaren Zuständigkeiten zwischen Leittechnik und IT und Nachweisen, die nur auf Papier existieren.

Netzübergänge ohne Inventar

Über Jahrzehnte sind Verbindungen zwischen Leittechnik, Betriebsführung und Büronetz entstanden, die niemand vollständig dokumentiert hat und die jede Zonengrenze unterlaufen.

Datenträger und Fernwartung ohne Kontrolle

Hersteller bringen Updates auf USB-Sticks und Notebooks mit, Fernwartungszugänge laufen über Einzelvereinbarungen und kein Protokoll zeigt, wer wann was geändert hat.

Angriffserkennung nur im Büronetz

Das System zur Angriffserkennung sieht E-Mail und Server, aber nicht den Netzverkehr der Leittechnik, und niemand traut sich, dort Sensoren zu setzen.

Archiv ohne Beweiswert

Rückbaudokumentation, Freimessdaten und Betriebsaufzeichnungen liegen in Dateisystemen ohne Signatur, Zeitstempel oder ein Verfahren zum Nachsignieren über Jahrzehnte.

Drei Betriebsmodelle
On-PremisesDeutsche CloudHyperscaler
DatenhaltungAnlage und Ihr Rechenzentrum, Leittechnik-Daten bleiben am StandortRechenzentren in Deutschland nach ISO 27001 für Archiv, Datenplattform und BürosystemeAzure, AWS oder Google Cloud nur für Systeme ohne Anlagendaten
BetriebIhr Team oder OTOKO® als Managed Service innerhalb Ihrer ZonenOTOKO®, mit Auditrechten und Meldewegen nach KRITIS und NIS2Gemeinsam, Plattformdienste durch den Anbieter
WerkzeugeDatendioden, Schleusen, HSM und Sensoren in der AnlageGehostete HSM, Signatur- und Zeitstempeldienst, Archiv, DatenplattformVerwaltete Datendienste, Kollaboration, Test- und Schulungsumgebungen
Geeignet fürLeittechnik-Zonen, Signaturprüfung, FernwartungLangzeitarchiv, Datenplattform, PKI für mehrere StandorteProjektsteuerung, Dokumentation ohne Schutzbedarf, Schulung
ComplianceVolle Kontrolle, Nachweise aus Schutzkonzept und ISMSAuftragsverarbeitung nach DSGVO, KRITIS-Nachweise, Standort DeutschlandAuftragsverarbeitung, Standardvertragsklauseln, Freigabe je Datenklasse

Zusammenarbeit

Projekt

Klar abgegrenztes Vorhaben wie eine Zonenarchitektur, eine Signaturkette oder ein Archiv mit definiertem Ergebnis, Meilensteinen und Abnahme durch Betrieb und Gutachter.

  • Assessment, Konzept, Umsetzung in Wartungsfenstern, Übergabe
  • Festpreis oder Aufwand nach Meilensteinen
  • Geeignet für Rückbauprojekte, KRITIS-Nachweise und Archivaufbau

Team-Verstärkung

Sicherheitsarchitekten, Kryptografie-Spezialisten oder Integrationsentwickler arbeiten in Ihren Teams, Werkzeugen und Änderungsverfahren, auf Wunsch vor Ort und mit einer Zuverlässigkeitsüberprüfung nach Ihren Vorgaben.

  • Einarbeitung in Anlage, Zonen und Änderungsverfahren
  • Skalierbar nach Projektverlauf und Rückbauphase
  • Geeignet für Betreiber mit eigenem Team und Kapazitätslücken

Managed Service

OTOKO® betreibt Angriffserkennung, HSM, Archiv oder Datenplattform als Managed Service mit vereinbarten Leistungswerten, regelmäßigen Berichten, Auditrechten und den Meldewegen, die KRITIS und NIS2 verlangen.

  • Monitoring, Schlüsselrotation, Nachsignieren, Updates und Support
  • Auditrechte, Leistungskennzahlen und Ausstiegsszenarien im Vertrag
  • Geeignet für Standorte mit kleiner Mannschaft im Rückbau oder Zwischenlager

Fünf Vorgaben, die in kerntechnischen Anlagen die IT-Sicherheit bestimmen, mit ihren Anforderungen und unserer Leistung dazu.

Standards und Nachweise
VorgabeVerlangtOTOKO® liefert
IEC 62645Cybersicherheitsprogramm für Leittechnik und elektrische Systeme in Kernkraftwerken, Einstufung in Sicherheitsgrade, abgestufte Maßnahmen und Koordination mit der nuklearen Sicherheit nach IEC 62859Einstufung aller Leittechnik-Systeme, Zonen- und Maßnahmenkonzept je Sicherheitsgrad, Dokumentation für Gutachter und Aufsicht
IEC 62443Zonen und Konduits, Sicherheitsstufen sowie Anforderungen an Betreiber, Integratoren und Komponenten in industriellen AutomatisierungssystemenZonen- und Konduit-Modell, Datendioden und Firewalls, Anforderungen an Lieferanten, Nachweise nach IEC 62443-2-1 und 62443-3-3
IAEA Nuclear Security SeriesAbgestufte Schutzarchitektur mit Sicherheitsstufen und Zonen, Computersicherheitsprogramm und Umgang mit Datenträgern nach NSS No. 17-T und NSS No. 33-TSchutzarchitektur nach dem abgestuften Ansatz, Datenträgerschleusen, Programmdokumentation und Prüfung gegen die Leitlinien
KRITIS und BSI-GesetzMaßnahmen nach dem Stand der Technik, Systeme zur Angriffserkennung, Nachweise gegenüber dem BSI in festen Abständen und Meldung erheblicher StörungenAngriffserkennung im Leittechnik-Netz, Meldewege, Nachweisdokumentation und Begleitung der Prüfung
NIS2Risikomanagement, Sicherheit der Lieferkette, Meldung von Vorfällen in Stufen und Verantwortung der GeschäftsleitungRisikoanalyse, Anforderungen an Lieferanten und Fernwartung, Meldeprozesse, Berichte für die Geschäftsleitung

Häufige Fragen

Gute Fragen. Klare Antworten.

15 Antworten zu Ihrer Branche, zum Projekt und zum Betrieb danach.

Branche & Handlungsfelder6 Fragen

Welche IT-Sicherheitsleistungen für Kernenergie bietet OTOKO® an?

Das Angebot umfasst Zonenarchitektur und Angriffserkennung für die Leittechnik, signierte Software und PKI mit Hardware-Sicherheitsmodulen, kontrollierte Schnittstellen und Fernzugänge, signierte Langzeitarchive für Rückbau und Betrieb, eine Datenplattform für Betriebs- und Sicherheitsdaten sowie Post-Quanten-Readiness für Signaturen und Archive. Jedes Handlungsfeld lässt sich einzeln oder als Gesamtpaket beauftragen, mit Betrieb in deutschen Rechenzentren.

Wie stellen Sie sicher, dass Maßnahmen die nukleare Sicherheit nicht berühren?

Alle Schutzmaßnahmen entstehen außerhalb der zugelassenen Sicherheitsleittechnik: Datendioden, Schleusen und passive Sensoren verändern weder Hardware noch Software der Schutzsysteme. Wo eine Änderung an der Leittechnik nötig ist, läuft sie ausschließlich über Ihr Änderungsverfahren mit Prüfung, Gutachter und Freigabe. Die Koordination von Safety und Security folgt IEC 62859, und jede Maßnahme wird vorher auf Rückwirkungen bewertet.

Warum braucht eine Anlage im Rückbau noch IT-Sicherheit?

Brennelemente, Lagerbereiche, Strahlenschutz- und Lüftungssysteme bleiben nach dem Leistungsbetrieb über Jahre in der Anlage und unterliegen weiter der Aufsicht. Der Rückbau bringt zusätzlich neue Dienstleister, Geräte und Fernzugänge in die Anlage, und Freimessdaten und Rückbaudokumentation müssen über Jahrzehnte unverändert nachweisbar bleiben. Wir arbeiten mit Betreibern kritischer Infrastrukturen und regulierten Branchen. Der Rückbau ist für uns ein Regelfall, kein Sonderfall.

Wie kommen Software-Updates der Hersteller sicher in die Leittechnik?

Der Hersteller signiert seine Auslieferung, die Datenträgerschleuse prüft Signatur und Inhalt mit mehreren Scannern, und die Freigabe zum Laden erfolgt mit einem Schlüssel aus Ihrem HSM im Rahmen des Änderungsverfahrens. Jeder Schritt ist protokolliert, sodass Gutachter Herkunft, Prüfung und Freigabe eines Updates nachvollziehen können. Hersteller ohne eigene Signatur binden wir über eine Eingangsprüfung mit Vier-Augen-Prinzip ein.

Wie bleiben Archivdaten über Jahrzehnte beweiskräftig?

Jeder Datensatz erhält beim Eingang eine Signatur und einen qualifizierten Zeitstempel, und das Archiv erneuert die Nachweise nach BSI TR-03125, bevor ein Verfahren oder Zertifikat schwach wird. Für Langzeitsignaturen setzen wir hashbasierte Verfahren wie XMSS ein, die nach heutigem Stand auch Quantencomputern standhalten. Formate wie PDF/A und dokumentierte XML-Schemata halten die Daten lesbar, und Wiederherstellungstests belegen regelmäßig, dass das Archiv funktioniert.

Welche Nachweise verlangen KRITIS und NIS2 von kerntechnischen Anlagen?

Betreiber müssen Maßnahmen nach dem Stand der Technik umsetzen, Systeme zur Angriffserkennung betreiben, erhebliche Störungen melden und dem BSI in festen Abständen Nachweise vorlegen. NIS2 ergänzt Risikomanagement, Sicherheit der Lieferkette und die Verantwortung der Geschäftsleitung. Wir liefern Schutzkonzept, Angriffserkennung im Leittechnik-Netz, Meldewege und die Dokumentation, die Prüfer erwarten.

Einstieg & Umsetzung5 Fragen

Können wir mit einem einzelnen Handlungsfeld starten?

Ja. Wir können zunächst eine konkrete Aufgabe abgrenzen. Dabei betrachten wir ihre Schnittstellen zur übrigen Infrastruktur und stimmen vor der Umsetzung ab, welche Leistungen zum Auftrag gehören.

Was sollten wir für das Erstgespräch vorbereiten?

Eine kurze Beschreibung der Herausforderung, der betroffenen Systeme und Ihres gewünschten Ergebnisses genügt für den Einstieg. Bekannte Termine und die passenden Ansprechpartner helfen zusätzlich. Zugangsdaten oder vertrauliche Systemdokumentation gehören nicht in eine erste Kontaktanfrage.

Wer sollte am Projekt beteiligt sein?

Sicherheitsarchitekt: Zonenmodell, Schutzkonzept, Nachweise für Aufsicht. Kryptografie-Spezialist: Signaturkette, HSM, PKI, PQC-Fahrplan. OT-Ingenieur: Leittechnik-Inventar, Datendioden, Sensoren, Änderungsverfahren. Integrationsentwickler: Schnittstellen, Historian, Archivübernahme. Data Engineer: Datenplattform, Anomaliemodelle, Auswertungen. Projektleitung: Meilensteine, Wartungsfenster, Abnahmen, Berichte.

Wie werden Zeitplan und Aufwand bestimmt?

Wir betrachten Systeme, Schnittstellen, Dokumentationslage und betriebliche Rahmenbedingungen. Ein abgestimmter Umfang und Meilensteine bilden die Grundlage für die Aufwandsschätzung. Eine feste Dauer ohne diese Angaben wäre nicht belastbar.

Was liefert die erste Projektphase?

Leittechnik-Systeme, Netzübergänge, Datenträgerwege, Archive und Nachweislücken Inventar mit Einstufung nach IEC 62645, Kryptografie-Inventar, Lückenanalyse zu KRITIS und NIS2

Betrieb & Weiterentwicklung4 Fragen

Welche Formen der Zusammenarbeit sind möglich?

Projekt: Klar abgegrenztes Vorhaben wie eine Zonenarchitektur, eine Signaturkette oder ein Archiv mit definiertem Ergebnis, Meilensteinen und Abnahme durch Betrieb und Gutachter. Team-Verstärkung: Sicherheitsarchitekten, Kryptografie-Spezialisten oder Integrationsentwickler arbeiten in Ihren Teams, Werkzeugen und Änderungsverfahren, auf Wunsch vor Ort und mit einer Zuverlässigkeitsüberprüfung nach Ihren Vorgaben. Managed Service: OTOKO® betreibt Angriffserkennung, HSM, Archiv oder Datenplattform als Managed Service mit vereinbarten Leistungswerten, regelmäßigen Berichten, Auditrechten und den Meldewegen, die KRITIS und NIS2 verlangen.

Wie erfolgt die Übergabe in den Betrieb?

Monitoring, Nachsignieren, Audits, Wissenstransfer Angriffserkennung im Regelbetrieb, Schlüssel- und Archivpflege, KRITIS-Nachweise, schrittweise Übergabe

Können wir später weitere Standorte oder Systeme ergänzen?

Das lässt sich im ersten Konzept berücksichtigen. Dokumentierte Schnittstellen und wiederverwendbare Regeln schaffen eine Grundlage für den Ausbau. Jeder zusätzliche Standort und jedes neue System werden dennoch auf ihre besonderen Anforderungen geprüft.

Wie bleibt die Lösung langfristig betreibbar?

Zuständigkeiten, wiederkehrende Aufgaben und Änderungsabläufe werden zusammen mit der technischen Umsetzung festgelegt. Dokumentation und Wissenstransfer helfen Ihrem Team im Alltag. Welche Tätigkeiten und laufende Unterstützung dazugehören, wird im Leistungsumfang vereinbart.

Kernenergie

Lassen Sie uns den nächsten Schritt besprechen.

Lassen Sie uns besprechen, wie Ihre Anlage prüfbar geschützt wird, ohne die nukleare Sicherheit zu berühren.

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