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Presse

Industrien / Wasserwirtschaft

Sichere Technik. Verlässliche Versorgung.

Leittechnik schützen und Wasser- sowie Abwasseranlagen sicher vernetzen.

Beratung. Integration. Betrieb.

Becken einer Wasseraufbereitungsanlage aus der Luft – Symbolmotiv

Für die Menschen in Ihrer Branche.

  • Wasserversorger und Stadtwerke
  • Abwasserbetriebe und Kläranlagen
  • Zweckverbände und kommunale Eigenbetriebe
  • Fernwasserversorger und Talsperrenbetreiber

Ihre Schwerpunkte

Aufgaben verstehen. Lösungen gestalten.

Wir sichern die Leittechnik von Wasserwerken und Kläranlagen nach IEC 62443 ab, binden Außenstandorte über verschlüsselte Verbindungen an und werten Betriebsdaten aus, um Störungen früh zu erkennen.

01

Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443

Zonenmodell mit Risikoanalyse nach IEC 62443-3-2

Mehr dazu
02

Sensordatenplattform für Leckageerkennung und Wasserqualität

Sensordatenplattform mit Anbindung an Leitsystem, Zähler und Labor

Mehr dazu
03

Kunden- und Abrechnungssysteme mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung

Integrationsarchitektur mit Schnittstellenkatalog und Datenverträgen

Mehr dazu

Von der Strategie bis ins System

Sechs Leistungsbausteine

Sechs Handlungsfelder. Wählen Sie, wo Sie genauer hinschauen möchten.

01Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443IEC 62443-3-3 · OPSWAT MetaDefender Industrial Firewall · OPSWAT MetaDefender NetWall

Unser Ansatz

Prozessleitsysteme in Wasserwerken und Kläranlagen sowie die Netzleittechnik der Verteilung bleiben oft Jahrzehnte im Einsatz und erhalten selten Sicherheitsupdates. Wir teilen diese Systeme nach der Normenreihe IEC 62443 in Zonen und Übergänge mit Schutzstufen, trennen Prozessnetz und Büro-IT und setzen Firewalls und Sicherheitsgateways vor Steuerungen, die sich selbst nicht härten lassen. Passives OT-Monitoring erkennt unbekannte Geräte und ungewöhnliche Befehle im Leitnetz, ohne in die Steuerung einzugreifen.

Leistungsumfang im Detail
  • Bestandsaufnahme von Leitsystemen, Steuerungen und Kommunikationswegen mit Risikoanalyse nach IEC 62443-3-2
  • Zonenmodell mit Übergängen und Schutzstufen für Wasserwerk, Kläranlage, Netzleitstelle und Büro-IT
  • Segmentierung mit Industrial Firewalls und Sicherheitsgateways vor Altsystemen, abgestimmt auf Wartungsfenster
  • Passives OT-Monitoring mit Microsoft Defender for IoT und Anbindung an das SIEM
  • Härtungs- und Patchkonzept je Zone nach IEC 62443-3-3 und den IND-Bausteinen des BSI IT-Grundschutz

Ein Wasserversorger trennt das Prozessleitsystem seines Wasserwerks von der Büro-IT und setzt ein Sicherheitsgateway vor die Steuerungen der Filteranlage; das OT-Monitoring meldet erstmals eine vergessene Verbindung zu einem alten Wartungsrechner.

Das erhalten Sie

  • Zonenmodell mit Risikoanalyse nach IEC 62443-3-2
  • Segmentierte Netze mit dokumentierten Firewall-Regeln
  • OT-Monitoring mit Anbindung an SIEM und Meldeprozess
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02Sichere Fernwartung für Pumpwerke und AußenstandorteIEC 62351 · IPsec · Evertrust PKI

Unser Ansatz

Pumpwerke, Brunnen, Hochbehälter und Regenbecken liegen verstreut und werden über Fernwirktechnik und Fernwartung betrieben, oft mit Routern in Werkseinstellung und geteilten Konten. Wir binden die Stationen über verschlüsselte Verbindungen mit Gerätezertifikaten an, deren CA-Schlüssel in einem Hardware-Sicherheitsmodul liegen, und sichern Fernwirkprotokolle nach IEC 62351 ab. Dienstleister erreichen Anlagen nur über einen Sprungserver mit Multi-Faktor-Anmeldung, befristeter Freigabe und Sitzungsaufzeichnung.

Leistungsumfang im Detail
  • Bestandsaufnahme aller Außenstandorte, Router, Mobilfunk- und Glasfaserverbindungen und Fernzugänge
  • IPsec-Verbindungen mit Gerätezertifikaten aus einer PKI, CA-Schlüssel im HSM, Enrollment über EST oder SCEP
  • Absicherung von IEC 60870-5-104 nach IEC 62351 und von OPC UA mit Zertifikaten und signierten Nachrichten
  • Sprungserver mit Multi-Faktor-Anmeldung, Freigabe je Einsatz, Sitzungsaufzeichnung und Privileged Access Management
  • Prüfung von Wartungslaptops und Wechselmedien der Dienstleister mit OPSWAT MetaDefender Kiosk

Ein Abwasserverband ersetzt die offenen Fernzugänge seiner Pumpwerke durch IPsec-Verbindungen mit Gerätezertifikaten; Hersteller warten die Stationen nur noch über einen Sprungserver mit Freigabe und Aufzeichnung.

Das erhalten Sie

  • Fernwartungskonzept mit Rollen, Freigaben und Sitzungsprotokollen
  • PKI mit HSM-geschützten CA-Schlüsseln und Zertifikatsrichtlinie
  • Verschlüsselte Anbindung aller Außenstandorte mit Betriebshandbuch
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03Sensordatenplattform für Leckageerkennung und WasserqualitätOPC UA · MQTT · LoRaWAN

Unser Ansatz

Durchfluss-, Druck- und Qualitätssensoren, Funkwasserzähler und Laborwerte liefern laufend Messwerte, die erst auf einer gemeinsamen Plattform ein Bild des Netzes ergeben. Wir bauen diese Plattform in der Cloud oder im deutschen Rechenzentrum, übernehmen Messwerte aus dem Leitsystem über eine Datendiode oder ein Gateway und führen sie mit Zähler- und Labordaten zusammen. Nachtverbrauch je Messzone, Druckverläufe und Qualitätswerte wie Trübung, Leitfähigkeit und Chlor stehen für Netzbetrieb und Qualitätssicherung in Dashboards bereit.

Leistungsumfang im Detail
  • Anbindung von Leitsystem, Sensorik und Funkwasserzählern über OPC UA, MQTT und LoRaWAN, Rückwirkungsfreiheit über Datendiode
  • Zeitreihendatenbank mit Datenkatalog, Qualitätsregeln und einheitlichem Zeitbezug über alle Quellen
  • Auswertung des Nachtverbrauchs je Messzone und Abgleich von Einspeisung und Abgabe für die Wasserbilanz
  • Dashboards für Netzbetrieb, Wasserwerk und Qualitätssicherung mit Grenzwerten nach Trinkwasserverordnung
  • Betrieb auf Kubernetes in deutscher Cloud oder Azure mit Zugriffskonzept und Pseudonymisierung der Zählerdaten

Ein Stadtwerk führt Durchflussmessungen seiner Messzonen mit Daten der Funkwasserzähler zusammen; der steigende Nachtverbrauch in einem Wohngebiet führt den Rohrnetzmeister zu einem Leck, bevor Wasser an die Oberfläche tritt.

Das erhalten Sie

  • Sensordatenplattform mit Anbindung an Leitsystem, Zähler und Labor
  • Dashboards für Wasserbilanz, Nachtverbrauch und Qualitätswerte
  • Betriebs- und Zugriffskonzept mit Datenschutzdokumentation
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04Bedarfsprognose und Anomalieerkennung mit Machine LearningXGBoost · LSTM · Isolation Forest

Unser Ansatz

Wasserwerke fahren Pumpen, Aufbereitung und Behälterstände oft nach Erfahrungswerten, obwohl Wetter, Kalender und Verbrauchshistorie den Bedarf gut beschreiben. Wir trainieren Modelle, die den Wasserbedarf je Versorgungszone und den Zulauf zur Kläranlage vorhersagen, und Modelle, die Abweichungen bei Druck, Durchfluss, Qualität und Pumpenverhalten melden. Die Modelle geben Empfehlungen, das Betriebspersonal entscheidet. Eingesetzt als Sicherheitsbauteil der Wasserversorgung gelten sie nach EU AI Act als Hochrisiko-System, deshalb dokumentieren wir Daten, Grenzen und menschliche Aufsicht von Anfang an.

Leistungsumfang im Detail
  • Bedarfsprognose je Versorgungszone aus Verbrauchshistorie, Wetterdaten, Ferien und Feiertagen für Pumpen- und Behälterfahrpläne
  • Zulaufprognose für Kläranlagen und Regenbecken aus Niederschlagsdaten des Deutschen Wetterdienstes und Pegelständen
  • Anomalieerkennung für Druck, Durchfluss, Qualitätswerte und Pumpenverhalten mit Rückmeldung des Betriebspersonals
  • Modellbetrieb mit MLflow, Versionierung, Monitoring von Datendrift und kontrolliertem Neutraining
  • Einstufung und Dokumentation nach EU AI Act mit Konzept für menschliche Aufsicht und Protokollierung

Ein Wasserversorger plant die Pumpenfahrpläne seiner Hochbehälter mit einer Bedarfsprognose für den nächsten Tag; das Betriebspersonal bestätigt jede Empfehlung, und auffällige Druckabfälle erscheinen als Meldung in der Leitwarte.

Das erhalten Sie

  • Versionierte Prognose- und Anomaliemodelle mit Modellkarte
  • Empfehlungen und Meldungen integriert in Leitwarte oder Dashboard
  • Dokumentation nach EU AI Act mit Aufsichtskonzept
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05Kunden- und Abrechnungssysteme mit DSGVO-konformer DatenverarbeitungSAP S/4HANA Utilities · OpenAPI · Apache Kafka

Unser Ansatz

Kundenverwaltung, Zählerwesen und die Abrechnung von Wasserentgelten und Abwassergebühren laufen oft in gewachsenen Systemen, die Zählerstände per Datei übernehmen und Kundendaten ohne Löschfristen aufbewahren. Wir integrieren Abrechnung, Kundenportal, Zählerfernauslesung und Finanzbuchhaltung über versionierte Schnittstellen, etwa bei der Einführung von SAP S/4HANA Utilities, und bilden die gesplittete Abwassergebühr nach Schmutz- und Niederschlagswasser ab. Verbrauchsdaten erhalten Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Rollenkonzept und ein Löschkonzept nach DIN 66398, und für Analysen werden sie pseudonymisiert.

Leistungsumfang im Detail
  • Schnittstellenkatalog über Abrechnung, Kundenportal, Zählerfernauslesung, Geoinformationssystem und Finanzbuchhaltung
  • Integration oder Migration auf SAP S/4HANA Utilities mit Datenübernahme, Tests und Parallelbetrieb
  • Abbildung von Wasserentgelten und gesplitteter Abwassergebühr mit Flächendaten aus dem Geoinformationssystem
  • Kundenportal mit Anmeldung über OpenID Connect, Zählerstandsmeldung und elektronischem Rechnungsversand
  • Datenschutzkonzept mit Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Löschkonzept nach DIN 66398 und Pseudonymisierung für Analysen

Ein Zweckverband stellt die Abrechnung auf SAP S/4HANA Utilities um und übernimmt Zählerstände aus der Funkauslesung über eine Schnittstelle; Verbrauchsdaten werden nach festen Fristen gelöscht und nur pseudonymisiert an die Datenplattform übergeben.

Das erhalten Sie

  • Integrationsarchitektur mit Schnittstellenkatalog und Datenverträgen
  • Getestete Abrechnungs- und Portalanbindung mit Migrationsprotokoll
  • Datenschutzkonzept mit Löschkonzept und Verarbeitungsverzeichnis
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06KRITIS- und NIS2-Compliance mit dem B3S Wasser/AbwasserB3S Wasser/Abwasser · ISO 27001 · BSI IT-Grundschutz

Unser Ansatz

Betreiber kritischer Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung weisen ihre Maßnahmen dem BSI regelmäßig nach, und NIS2 erweitert die Pflichten auf deutlich mehr Betriebe. Der B3S Wasser/Abwasser der Fachverbände DVGW und DWA übersetzt diese Anforderungen in Maßnahmen für Anlagen und Organisation. Wir bestimmen den Geltungsbereich, führen die Lückenanalyse nach dem B3S durch, bauen das ISMS auf, richten Angriffserkennung und Meldewege ein und bereiten die Prüfung vor.

Leistungsumfang im Detail
  • Bestimmung des Geltungsbereichs mit kritischen Anlagen nach BSI-Gesetz, Einstufung nach NIS2 und Registrierung beim BSI
  • Lückenanalyse nach B3S Wasser/Abwasser mit priorisiertem Maßnahmenplan und Verantwortlichen
  • ISMS nach ISO 27001 oder BSI IT-Grundschutz mit Risikoanalyse, Richtlinien und Managementbewertung
  • Systeme zur Angriffserkennung für Leitnetz und Büro-IT, Meldeprozess mit den Fristen nach NIS2 und Notfallübungen
  • Prüfungsvorbereitung, Begleitung der prüfenden Stelle und Schulung der Geschäftsleitung zu ihren Pflichten

Ein Wasserversorger oberhalb der KRITIS-Schwelle ordnet seine Maßnahmen dem B3S Wasser/Abwasser zu, schließt die Lücken bei Fernwartung und Angriffserkennung und legt dem BSI einen Nachweis ohne erhebliche Mängel vor.

Das erhalten Sie

  • Geltungsbereich und Lückenanalyse nach B3S Wasser/Abwasser
  • ISMS-Dokumentation mit Risikoanalyse und Maßnahmenplan
  • Prüfungsunterlagen, Meldeprozess und Übungsberichte
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Technische Wasserbecken mit Wartungsstegen – Symbolmotiv
Wasserwirtschaft

Typische Projektsituationen

Wo Veränderung konkret wird.

Oft beginnt ein Projekt mit einer konkreten Herausforderung. Diese Beispiele verbinden eine typische Ausgangslage mit einem möglichen Ansatz und dem angestrebten Ergebnis.

Beispielhafte Ausgangssituationen – keine Kundenreferenzen.

01 / Wasserwirtschaft

Fernwartung bei einem Abwasserverband

Pumpwerke über Router in Werkseinstellung angebunden, Hersteller mit geteilten Konten und dauerhaft offenen Zugängen, Prüfung nach BSI-Gesetz angekündigt.

Lösung

Verschlüsselte Anbindung aller Pumpwerke mit Gerätezertifikaten aus HSM-gestützter PKI, Sprungserver mit Freigabe und Aufzeichnung, Zonenmodell nach IEC 62443 für die Kläranlage.

Nachvollziehbare Fernzugriffe je Dienstleister, getrennte Netze ohne Betriebsunterbrechung, Nachweise für die Prüfung.

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02 / Wasserwirtschaft

Wasserverluste bei einem Stadtwerk

Steigende Wasserverluste, Messzonen ohne Auswertung, Rohrbrüche fallen erst an der Oberfläche auf.

Lösung

Sensordatenplattform mit Messzonen, Funkwasserzählern und Leitsystemdaten über Datendiode, Anomaliemodelle für Nachtverbrauch und Druck.

Leckagen werden früher gefunden, Rohrnetzmeister planen Einsätze nach Meldungen der Plattform, Wasserbilanz je Zone für die Geschäftsleitung.

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03 / Wasserwirtschaft

NIS2-Einstieg bei einem Zweckverband

Betrieb fällt neu unter NIS2, kleines IT-Team, Maßnahmen verteilt auf Tabellen, keine geübten Meldewege.

Lösung

Einstufung und Registrierung, Lückenanalyse nach B3S Wasser/Abwasser, ISMS nach BSI IT-Grundschutz, Angriffserkennung als Managed Service.

Priorisierter Maßnahmenplan mit Verantwortlichen, geübte Meldewege, eine Geschäftsleitung, die ihre Pflichten kennt und wahrnimmt.

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Zusammenarbeit

Ein klarer Weg. Mit Ihrem Team.

Vom ersten Überblick bis zum laufenden Betrieb: Wir stimmen Prioritäten, Verantwortlichkeiten und die Ergebnisse der einzelnen Schritte gemeinsam ab.

So arbeiten wir

  1. 01

    Assessment

    Anlagen, Netze, Fernzugänge, Datenquellen und regulatorische Lücken

    Priorisierte Maßnahmenliste, Anlagen- und Zugangsinventar, Lückenanalyse zu B3S Wasser/Abwasser, KRITIS und NIS2
  2. 02

    Konzept

    Zonenmodell, Fernwartungskonzept, Datenplattform, Betriebsmodell

    Zielarchitektur, Zonenmodell, PKI-Konzept, Schnittstellenkatalog, Betriebsmodell, Prüfkonzept
  3. 03

    Umsetzung

    Segmentierung, Fernwartung, Plattformen und Schnittstellen in Etappen, abgestimmt auf Wartungsfenster

    Integrierte Systeme, Tests, Dokumentation, Freigabe je Etappe bei laufender Versorgung
  4. 04

    Betrieb

    Monitoring, Prüfungen, Wissenstransfer

    Monitoring, Zertifikatserneuerung, Prüfungsbegleitung, schrittweise Übergabe

Vor dem ersten Gespräch

Sie müssen noch nicht alle Antworten haben.

Eine konkrete Herausforderung genügt. Diese vier Fragen helfen uns, gemeinsam die richtige Richtung zu finden.

Erstgespräch vereinbaren
  1. 01

    Was soll sich verändern?

    Die aktuelle Herausforderung und Ihr gewünschtes Ergebnis.

  2. 02

    Welche Systeme sind betroffen?

    Ein Überblick über Standorte, Anwendungen und Schnittstellen.

  3. 03

    Was gibt den Rahmen vor?

    Projekttermine, Wartungsfenster und bekannte Abhängigkeiten.

  4. 04

    Wer gehört an den Tisch?

    Die passenden Ansprechpartner aus IT, Sicherheit und Betrieb.

Hintergrund & Entscheidungshilfen

Was sind IT-Lösungen für die Wasserwirtschaft?

Sechs Handlungsfelder von der Leittechnik in Wasserwerken und Kläranlagen bis zu Kundenservice und Abrechnung, geplant, integriert und betrieben von OTOKO®. Zonenmodelle, Fernwartung und Datenplattformen entstehen so, dass Versorgung und Reinigung weiterlaufen und die Nachweise für KRITIS, NIS2 und den B3S Wasser/Abwasser gleich mitentstehen. Die gesamte Lösung läuft in deutschen Rechenzentren.

IT-Lösungen für die Wasserwirtschaft schützen die Leittechnik von Wasserwerken, Kläranlagen und Verteilnetzen, binden weit verteilte Außenstandorte sicher an und machen Mess-, Verbrauchs- und Kundendaten für Betrieb und Planung nutzbar. OTOKO® deckt dafür sechs Handlungsfelder ab: Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443, sichere Fernwartung für Pumpwerke und Außenstandorte, Sensordatenplattformen für Leckageerkennung und Wasserqualität, Bedarfsprognose und Anomalieerkennung mit Machine Learning, Kunden- und Abrechnungssysteme mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung sowie KRITIS- und NIS2-Compliance mit dem B3S Wasser/Abwasser.

Der Unterschied zu einem reinen Beratungsprojekt liegt in Betrieb und Nachweis. Jedes Zonenmodell, jeder Fernzugang und jedes Modell erhält Protokoll, Versionsstand und die Unterlagen, die das BSI-Gesetz, NIS2 und der B3S Wasser/Abwasser verlangen. Kryptografie und Hardware-Sicherheitsmodule sind unsere Kernkompetenz. Die Schlüssel der Gerätezertifikate, mit denen sich Außenstationen und Fernwartungszugänge ausweisen, liegen deshalb in zertifizierten Geräten statt in Software.

Warum OTOKO® für die Wasserwirtschaft

  • Kryptografie und HSM

    sind unsere Kernkompetenz. Gerätezertifikate für Außenstationen, Fernwartungszugänge und Fernwirkverbindungen stützen wir auf CA-Schlüssel in zertifizierten Hardware-Sicherheitsmodulen.

  • Deutsche Rechenzentren

    Die gesamte Lösung läuft in deutschen Rechenzentren, von der Sensordatenplattform über die Prognosemodelle bis zur Abrechnung mit den Verbrauchsdaten Ihrer Kunden.

  • KRITIS und regulierte Branchen

    sind unser Alltag. Wir kennen die Erwartungen von BSI, prüfenden Stellen, Aufsichtsbehörden und Informationssicherheit an Betreiber in der Wasserwirtschaft.

  • Ein Team bis zum Betrieb

    OT-Sicherheitsingenieure, Integrationsingenieure und Data Engineers begleiten Sie von der Beratung bis zum Betrieb, ohne Übergabe an Dritte.

Rahmenbedingungen und Details

Die meisten Wasserbetriebe scheitern nicht an fehlender Technik, sondern an langlebiger Leittechnik, verteilten Standorten und kleinen Teams mit wachsenden Nachweispflichten.

Leittechnik ohne Zonen

Prozessleitsystem, Steuerungen und Büro-IT teilen sich ein flaches Netz, Sicherheitsupdates fehlen seit Jahren und ein Vorfall im Büro kann bis in die Anlage wirken.

Fernzugänge ohne Kontrolle

Pumpwerke, Brunnen und Hochbehälter sind über Router mit Standardkonfiguration angebunden, Dienstleister nutzen geteilte Konten und niemand protokolliert, wer wann auf welche Station zugreift.

Messdaten ohne Auswertung

Durchfluss, Druck und Qualitätswerte laufen im Leitsystem auf, werden aber nicht mit Verbrauch und Laborwerten verknüpft, sodass Leckagen und Qualitätsabweichungen spät auffallen.

Nachweise als Tabelle

Die Maßnahmen aus dem B3S Wasser/Abwasser stehen in einer Tabelle ohne Verantwortliche, Meldewege nach NIS2 sind nicht geübt und die Angriffserkennung beschränkt sich auf die Büro-IT.

Drei Betriebsmodelle
On-PremisesDeutsche CloudHyperscaler
DatenhaltungIhr Rechenzentrum, Ihre Leitsysteme und HSMRechenzentren in Deutschland, betrieben nach ISO 27001Azure, AWS oder Google Cloud, Region wählbar
BetriebIhr Team oder OTOKO® als Managed ServiceOTOKO®, mit Auditrechten für Ihren BetriebGemeinsam, Plattformdienste durch den Anbieter
WerkzeugeOT-Monitoring im Leitnetz, Sprungserver, HSM im HausGehostete PKI, HSM as a Service, Sensordaten- und AbrechnungsplattformVerwaltete IoT-, Daten- und Machine-Learning-Dienste
Geeignet fürLeittechnik, Fernwirktechnik, CA-Schlüssel, kritische AnlagenKommunale Betriebe mit Bedarf an Souveränität und AuditrechtenPrognosemodelle, Analytik, Kundenportale mit Lastspitzen
ComplianceVolle Kontrolle, Nachweise aus Ihrem ISMS nach B3SAuftragsverarbeitung nach DSGVO, Standort Deutschland, Nachweis für KRITISAuftragsverarbeitung, Standardvertragsklauseln, Ausstiegsszenario je Dienst

Zusammenarbeit

Projekt

Klar abgegrenztes Vorhaben wie ein Zonenmodell, eine Fernwartungslösung oder eine Sensordatenplattform mit definiertem Ergebnis, Meilensteinen und Abnahme.

  • Assessment, Konzept, Umsetzung, Übergabe
  • Festpreis oder Aufwand nach Meilensteinen
  • Geeignet für KRITIS-Prüfungen, NIS2-Einstieg und Umbauten in Wartungsfenstern

Team-Verstärkung

OT-Sicherheitsingenieure, Integrationsingenieure oder Data Engineers arbeiten in Ihren Teams, mit Ihren Werkzeugen und nach Ihren Betriebsregeln für die Leitwarte.

  • Einarbeitung in Anlagen, Betriebsregeln und Sicherheitsvorgaben
  • Skalierbar nach Projektverlauf
  • Geeignet für Betriebe mit eigenem Team und Kapazitätslücken

Managed Service

OTOKO® betreibt OT-Monitoring, Fernwartungsplattform, PKI oder Sensordatenplattform mit vereinbarten Leistungswerten, Berichten und den Vertragsbestandteilen, die KRITIS und NIS2 für Dienstleister verlangen.

  • Monitoring, Zertifikatserneuerung, Updates und Bereitschaft
  • Auditrechte, Leistungskennzahlen und Ausstiegsszenarien im Vertrag
  • Geeignet für Zweckverbände und Eigenbetriebe ohne eigenes Sicherheitsteam

Was die Vorgabe in der Wasserwirtschaft verlangt und was OTOKO® dafür liefert.

Standards und Nachweise
VorgabeVerlangtOTOKO® liefert
IEC 62443Zonen und Übergänge mit Schutzstufen, Risikoanalyse, Sicherheitsanforderungen an Systeme und Komponenten, kontrollierte Fernzugriffe und Pflichten für Dienstleister in Automatisierungs- und LeitsystemenZonenmodell nach IEC 62443-3-2, Anforderungen nach IEC 62443-3-3, Segmentierung, Fernwartung über Sprungserver, Dienstleisteranforderungen nach IEC 62443-2-4
KRITISAngemessene organisatorische und technische Maßnahmen nach Stand der Technik, Systeme zur Angriffserkennung, Meldung erheblicher Störungen und regelmäßiger Nachweis gegenüber dem BSI für Betreiber kritischer AnlagenGeltungsbereich, Maßnahmenplan, Angriffserkennung in Leitnetz und Büro-IT, Meldeprozess, Prüfungsunterlagen und Begleitung der prüfenden Stelle
NIS2Risikomanagement, Sicherheit der Lieferkette, Registrierung, gestufte Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle sowie Schulung und Verantwortung der Geschäftsleitung für Einrichtungen der Sektoren Trinkwasser und AbwasserEinstufung und Registrierung, Risikoregister, Meldeprozess mit Vorlagen, Dienstleisterverträge mit Auditrechten, Schulung der Geschäftsleitung
B3S Wasser/AbwasserBranchenspezifischer Sicherheitsstandard von DVGW und DWA, vom BSI als geeignet festgestellt, mit Maßnahmen für Leittechnik, Fernwirktechnik, Netze, Organisation und NotfallmanagementLückenanalyse nach B3S, priorisierter Maßnahmenplan, Umsetzung der technischen Maßnahmen und Dokumentation als Grundlage des Nachweises nach BSI-Gesetz
BSI IT-GrundschutzInformationssicherheitsmanagement nach BSI-Standards 200-1 bis 200-3, Schutzbedarfsfeststellung und Umsetzung der Bausteine des IT-Grundschutz-Kompendiums inklusive der IND-Bausteine für industrielle ITISMS-Aufbau mit Strukturanalyse und Modellierung, Risikoanalyse nach BSI-Standard 200-3, Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4, Vorbereitung einer Zertifizierung nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz

Häufige Fragen

Gute Fragen. Klare Antworten.

15 Antworten zu Ihrer Branche, zum Projekt und zum Betrieb danach.

Branche & Handlungsfelder6 Fragen

Welche IT-Lösungen für die Wasserwirtschaft bietet OTOKO® an?

Das Angebot umfasst die Absicherung von Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443, sichere Fernwartung für Pumpwerke und Außenstandorte, Sensordatenplattformen für Leckageerkennung und Wasserqualität, Bedarfsprognose und Anomalieerkennung mit Machine Learning, Kunden- und Abrechnungssysteme nach DSGVO sowie KRITIS- und NIS2-Compliance mit dem B3S Wasser/Abwasser. Jedes Handlungsfeld lässt sich einzeln oder als Gesamtpaket beauftragen, mit Betrieb in deutschen Rechenzentren.

Müssen wir die Leittechnik austauschen, um sicher zu werden?

In der Regel nicht. Firewalls, Sicherheitsgateways, Datendioden und überwachte Fernwartung lassen sich vor bestehende Steuerungen setzen, ohne deren Programmierung oder den Anlagenbetrieb zu verändern. Ein Austausch wird nur dort geplant, wo Komponenten keine sichere Anbindung mehr zulassen, und dann im Rahmen ohnehin anstehender Erneuerungen und außerhalb kritischer Betriebsphasen.

Gilt NIS2 auch für kleinere Wasserversorger und Abwasserbetriebe?

NIS2 zählt Trinkwasser und Abwasser zu den Sektoren mit hoher Kritikalität und knüpft die Pflichten an Sektor und Unternehmensgröße, sodass auch Betriebe unterhalb der KRITIS-Schwellen erfasst sein können. Ob und in welcher Kategorie ein Betrieb betroffen ist, hängt zusätzlich von der Rechtsform ab, und wir prüfen das gemeinsam mit Ihnen. Wir arbeiten mit Betreibern kritischer Infrastrukturen und regulierten Branchen. Die Maßnahmen richten sich in jedem Fall am Risiko der Anlage aus.

Was verlangt der B3S Wasser/Abwasser, und wie weisen wir ihn nach?

Der B3S Wasser/Abwasser beschreibt, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen Wasserwerke, Kläranlagen und Netze nach Stand der Technik brauchen, von der Segmentierung der Leittechnik bis zum Notfallmanagement. Betreiber kritischer Anlagen können ihn als Grundlage für den Nachweis nach BSI-Gesetz nutzen. Wir führen die Lückenanalyse durch, setzen die fehlenden Maßnahmen um und bereiten die Unterlagen so auf, dass die prüfende Stelle jede Maßnahme nachvollziehen kann.

Dürfen Modelle zur Bedarfsprognose in die Anlagensteuerung eingreifen?

Wir setzen Modelle so ein, dass sie Empfehlungen und Meldungen an die Leitwarte geben und das Betriebspersonal entscheidet. Übernimmt ein Modell eine Sicherheitsfunktion in der Wasserversorgung, gilt es nach EU AI Act als Hochrisiko-System und braucht Risikomanagement, Dokumentation, Protokollierung und menschliche Aufsicht. Diese Unterlagen entstehen bei uns von Anfang an, und die Modelle laufen außerhalb des Leitnetzes mit einseitigem Datenfluss.

Wie gehen Sie mit Verbrauchsdaten aus Funkwasserzählern um?

Verbrauchsdaten, die einem Haushalt zugeordnet sind, gelten nach DSGVO als personenbezogen. Für die Abrechnung klären wir mit Ihnen die Rechtsgrundlage aus Vertrag, Satzung oder gesetzlicher Pflicht, legen Löschfristen fest und beachten Landesregelungen zu Funkwasserzählern, die teils ein Widerspruchsrecht vorsehen. Für Netzanalysen und Prognosen erhalten Plattform und Modelle nur pseudonymisierte oder zusammengefasste Daten, und alle Daten bleiben in deutschen Rechenzentren.

Einstieg & Umsetzung5 Fragen

Können wir mit einem einzelnen Handlungsfeld starten?

Ja. Wir können zunächst eine konkrete Aufgabe abgrenzen. Dabei betrachten wir ihre Schnittstellen zur übrigen Infrastruktur und stimmen vor der Umsetzung ab, welche Leistungen zum Auftrag gehören.

Was sollten wir für das Erstgespräch vorbereiten?

Eine kurze Beschreibung der Herausforderung, der betroffenen Systeme und Ihres gewünschten Ergebnisses genügt für den Einstieg. Bekannte Termine und die passenden Ansprechpartner helfen zusätzlich. Zugangsdaten oder vertrauliche Systemdokumentation gehören nicht in eine erste Kontaktanfrage.

Wer sollte am Projekt beteiligt sein?

Sicherheitsarchitekt: Zielarchitektur, Zonenmodell, Nachweise. OT-Sicherheitsingenieur: Segmentierung, OT-Monitoring, Fernwartung nach IEC 62443. Integrationsingenieur: Fernwirkanbindung, PKI und HSM, Schnittstellen zur Abrechnung. Data Engineer: Sensordatenplattform, Prognose- und Anomaliemodelle. Compliance-Berater: B3S Wasser/Abwasser, KRITIS, NIS2, DSGVO. Projektleitung: Meilensteine, Abnahmen, Berichte.

Wie werden Zeitplan und Aufwand bestimmt?

Wir betrachten Systeme, Schnittstellen, Dokumentationslage und betriebliche Rahmenbedingungen. Ein abgestimmter Umfang und Meilensteine bilden die Grundlage für die Aufwandsschätzung. Eine feste Dauer ohne diese Angaben wäre nicht belastbar.

Was liefert die erste Projektphase?

Anlagen, Netze, Fernzugänge, Datenquellen und regulatorische Lücken Priorisierte Maßnahmenliste, Anlagen- und Zugangsinventar, Lückenanalyse zu B3S Wasser/Abwasser, KRITIS und NIS2

Betrieb & Weiterentwicklung4 Fragen

Welche Formen der Zusammenarbeit sind möglich?

Projekt: Klar abgegrenztes Vorhaben wie ein Zonenmodell, eine Fernwartungslösung oder eine Sensordatenplattform mit definiertem Ergebnis, Meilensteinen und Abnahme. Team-Verstärkung: OT-Sicherheitsingenieure, Integrationsingenieure oder Data Engineers arbeiten in Ihren Teams, mit Ihren Werkzeugen und nach Ihren Betriebsregeln für die Leitwarte. Managed Service: OTOKO® betreibt OT-Monitoring, Fernwartungsplattform, PKI oder Sensordatenplattform mit vereinbarten Leistungswerten, Berichten und den Vertragsbestandteilen, die KRITIS und NIS2 für Dienstleister verlangen.

Wie erfolgt die Übergabe in den Betrieb?

Monitoring, Prüfungen, Wissenstransfer Monitoring, Zertifikatserneuerung, Prüfungsbegleitung, schrittweise Übergabe

Können wir später weitere Standorte oder Systeme ergänzen?

Das lässt sich im ersten Konzept berücksichtigen. Dokumentierte Schnittstellen und wiederverwendbare Regeln schaffen eine Grundlage für den Ausbau. Jeder zusätzliche Standort und jedes neue System werden dennoch auf ihre besonderen Anforderungen geprüft.

Wie bleibt die Lösung langfristig betreibbar?

Zuständigkeiten, wiederkehrende Aufgaben und Änderungsabläufe werden zusammen mit der technischen Umsetzung festgelegt. Dokumentation und Wissenstransfer helfen Ihrem Team im Alltag. Welche Tätigkeiten und laufende Unterstützung dazugehören, wird im Leistungsumfang vereinbart.

Wasserwirtschaft

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