Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443
Zonenmodell mit Risikoanalyse nach IEC 62443-3-2
Mehr dazuIndustrien / Wasserwirtschaft
Leittechnik schützen und Wasser- sowie Abwasseranlagen sicher vernetzen.
Beratung. Integration. Betrieb.

Für die Menschen in Ihrer Branche.
Ihre Schwerpunkte
Wir sichern die Leittechnik von Wasserwerken und Kläranlagen nach IEC 62443 ab, binden Außenstandorte über verschlüsselte Verbindungen an und werten Betriebsdaten aus, um Störungen früh zu erkennen.
Zonenmodell mit Risikoanalyse nach IEC 62443-3-2
Mehr dazuSensordatenplattform mit Anbindung an Leitsystem, Zähler und Labor
Mehr dazuIntegrationsarchitektur mit Schnittstellenkatalog und Datenverträgen
Mehr dazuVon der Strategie bis ins System
Sechs Handlungsfelder. Wählen Sie, wo Sie genauer hinschauen möchten.
Unser Ansatz
Prozessleitsysteme in Wasserwerken und Kläranlagen sowie die Netzleittechnik der Verteilung bleiben oft Jahrzehnte im Einsatz und erhalten selten Sicherheitsupdates. Wir teilen diese Systeme nach der Normenreihe IEC 62443 in Zonen und Übergänge mit Schutzstufen, trennen Prozessnetz und Büro-IT und setzen Firewalls und Sicherheitsgateways vor Steuerungen, die sich selbst nicht härten lassen. Passives OT-Monitoring erkennt unbekannte Geräte und ungewöhnliche Befehle im Leitnetz, ohne in die Steuerung einzugreifen.
Ein Wasserversorger trennt das Prozessleitsystem seines Wasserwerks von der Büro-IT und setzt ein Sicherheitsgateway vor die Steuerungen der Filteranlage; das OT-Monitoring meldet erstmals eine vergessene Verbindung zu einem alten Wartungsrechner.
Unser Ansatz
Pumpwerke, Brunnen, Hochbehälter und Regenbecken liegen verstreut und werden über Fernwirktechnik und Fernwartung betrieben, oft mit Routern in Werkseinstellung und geteilten Konten. Wir binden die Stationen über verschlüsselte Verbindungen mit Gerätezertifikaten an, deren CA-Schlüssel in einem Hardware-Sicherheitsmodul liegen, und sichern Fernwirkprotokolle nach IEC 62351 ab. Dienstleister erreichen Anlagen nur über einen Sprungserver mit Multi-Faktor-Anmeldung, befristeter Freigabe und Sitzungsaufzeichnung.
Ein Abwasserverband ersetzt die offenen Fernzugänge seiner Pumpwerke durch IPsec-Verbindungen mit Gerätezertifikaten; Hersteller warten die Stationen nur noch über einen Sprungserver mit Freigabe und Aufzeichnung.
Unser Ansatz
Durchfluss-, Druck- und Qualitätssensoren, Funkwasserzähler und Laborwerte liefern laufend Messwerte, die erst auf einer gemeinsamen Plattform ein Bild des Netzes ergeben. Wir bauen diese Plattform in der Cloud oder im deutschen Rechenzentrum, übernehmen Messwerte aus dem Leitsystem über eine Datendiode oder ein Gateway und führen sie mit Zähler- und Labordaten zusammen. Nachtverbrauch je Messzone, Druckverläufe und Qualitätswerte wie Trübung, Leitfähigkeit und Chlor stehen für Netzbetrieb und Qualitätssicherung in Dashboards bereit.
Ein Stadtwerk führt Durchflussmessungen seiner Messzonen mit Daten der Funkwasserzähler zusammen; der steigende Nachtverbrauch in einem Wohngebiet führt den Rohrnetzmeister zu einem Leck, bevor Wasser an die Oberfläche tritt.
Unser Ansatz
Wasserwerke fahren Pumpen, Aufbereitung und Behälterstände oft nach Erfahrungswerten, obwohl Wetter, Kalender und Verbrauchshistorie den Bedarf gut beschreiben. Wir trainieren Modelle, die den Wasserbedarf je Versorgungszone und den Zulauf zur Kläranlage vorhersagen, und Modelle, die Abweichungen bei Druck, Durchfluss, Qualität und Pumpenverhalten melden. Die Modelle geben Empfehlungen, das Betriebspersonal entscheidet. Eingesetzt als Sicherheitsbauteil der Wasserversorgung gelten sie nach EU AI Act als Hochrisiko-System, deshalb dokumentieren wir Daten, Grenzen und menschliche Aufsicht von Anfang an.
Ein Wasserversorger plant die Pumpenfahrpläne seiner Hochbehälter mit einer Bedarfsprognose für den nächsten Tag; das Betriebspersonal bestätigt jede Empfehlung, und auffällige Druckabfälle erscheinen als Meldung in der Leitwarte.
Unser Ansatz
Kundenverwaltung, Zählerwesen und die Abrechnung von Wasserentgelten und Abwassergebühren laufen oft in gewachsenen Systemen, die Zählerstände per Datei übernehmen und Kundendaten ohne Löschfristen aufbewahren. Wir integrieren Abrechnung, Kundenportal, Zählerfernauslesung und Finanzbuchhaltung über versionierte Schnittstellen, etwa bei der Einführung von SAP S/4HANA Utilities, und bilden die gesplittete Abwassergebühr nach Schmutz- und Niederschlagswasser ab. Verbrauchsdaten erhalten Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Rollenkonzept und ein Löschkonzept nach DIN 66398, und für Analysen werden sie pseudonymisiert.
Ein Zweckverband stellt die Abrechnung auf SAP S/4HANA Utilities um und übernimmt Zählerstände aus der Funkauslesung über eine Schnittstelle; Verbrauchsdaten werden nach festen Fristen gelöscht und nur pseudonymisiert an die Datenplattform übergeben.
Unser Ansatz
Betreiber kritischer Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung weisen ihre Maßnahmen dem BSI regelmäßig nach, und NIS2 erweitert die Pflichten auf deutlich mehr Betriebe. Der B3S Wasser/Abwasser der Fachverbände DVGW und DWA übersetzt diese Anforderungen in Maßnahmen für Anlagen und Organisation. Wir bestimmen den Geltungsbereich, führen die Lückenanalyse nach dem B3S durch, bauen das ISMS auf, richten Angriffserkennung und Meldewege ein und bereiten die Prüfung vor.
Ein Wasserversorger oberhalb der KRITIS-Schwelle ordnet seine Maßnahmen dem B3S Wasser/Abwasser zu, schließt die Lücken bei Fernwartung und Angriffserkennung und legt dem BSI einen Nachweis ohne erhebliche Mängel vor.

Typische Projektsituationen
Oft beginnt ein Projekt mit einer konkreten Herausforderung. Diese Beispiele verbinden eine typische Ausgangslage mit einem möglichen Ansatz und dem angestrebten Ergebnis.
Beispielhafte Ausgangssituationen – keine Kundenreferenzen.
01 / Wasserwirtschaft
Pumpwerke über Router in Werkseinstellung angebunden, Hersteller mit geteilten Konten und dauerhaft offenen Zugängen, Prüfung nach BSI-Gesetz angekündigt.
Verschlüsselte Anbindung aller Pumpwerke mit Gerätezertifikaten aus HSM-gestützter PKI, Sprungserver mit Freigabe und Aufzeichnung, Zonenmodell nach IEC 62443 für die Kläranlage.
Nachvollziehbare Fernzugriffe je Dienstleister, getrennte Netze ohne Betriebsunterbrechung, Nachweise für die Prüfung.
02 / Wasserwirtschaft
Steigende Wasserverluste, Messzonen ohne Auswertung, Rohrbrüche fallen erst an der Oberfläche auf.
Sensordatenplattform mit Messzonen, Funkwasserzählern und Leitsystemdaten über Datendiode, Anomaliemodelle für Nachtverbrauch und Druck.
Leckagen werden früher gefunden, Rohrnetzmeister planen Einsätze nach Meldungen der Plattform, Wasserbilanz je Zone für die Geschäftsleitung.
03 / Wasserwirtschaft
Betrieb fällt neu unter NIS2, kleines IT-Team, Maßnahmen verteilt auf Tabellen, keine geübten Meldewege.
Einstufung und Registrierung, Lückenanalyse nach B3S Wasser/Abwasser, ISMS nach BSI IT-Grundschutz, Angriffserkennung als Managed Service.
Priorisierter Maßnahmenplan mit Verantwortlichen, geübte Meldewege, eine Geschäftsleitung, die ihre Pflichten kennt und wahrnimmt.
Zusammenarbeit
Vom ersten Überblick bis zum laufenden Betrieb: Wir stimmen Prioritäten, Verantwortlichkeiten und die Ergebnisse der einzelnen Schritte gemeinsam ab.
So arbeiten wir
Anlagen, Netze, Fernzugänge, Datenquellen und regulatorische Lücken
Zonenmodell, Fernwartungskonzept, Datenplattform, Betriebsmodell
Segmentierung, Fernwartung, Plattformen und Schnittstellen in Etappen, abgestimmt auf Wartungsfenster
Monitoring, Prüfungen, Wissenstransfer
Vor dem ersten Gespräch
Eine konkrete Herausforderung genügt. Diese vier Fragen helfen uns, gemeinsam die richtige Richtung zu finden.
Erstgespräch vereinbarenDie aktuelle Herausforderung und Ihr gewünschtes Ergebnis.
Ein Überblick über Standorte, Anwendungen und Schnittstellen.
Projekttermine, Wartungsfenster und bekannte Abhängigkeiten.
Die passenden Ansprechpartner aus IT, Sicherheit und Betrieb.
Sechs Handlungsfelder von der Leittechnik in Wasserwerken und Kläranlagen bis zu Kundenservice und Abrechnung, geplant, integriert und betrieben von OTOKO®. Zonenmodelle, Fernwartung und Datenplattformen entstehen so, dass Versorgung und Reinigung weiterlaufen und die Nachweise für KRITIS, NIS2 und den B3S Wasser/Abwasser gleich mitentstehen. Die gesamte Lösung läuft in deutschen Rechenzentren.
IT-Lösungen für die Wasserwirtschaft schützen die Leittechnik von Wasserwerken, Kläranlagen und Verteilnetzen, binden weit verteilte Außenstandorte sicher an und machen Mess-, Verbrauchs- und Kundendaten für Betrieb und Planung nutzbar. OTOKO® deckt dafür sechs Handlungsfelder ab: Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443, sichere Fernwartung für Pumpwerke und Außenstandorte, Sensordatenplattformen für Leckageerkennung und Wasserqualität, Bedarfsprognose und Anomalieerkennung mit Machine Learning, Kunden- und Abrechnungssysteme mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung sowie KRITIS- und NIS2-Compliance mit dem B3S Wasser/Abwasser.
Der Unterschied zu einem reinen Beratungsprojekt liegt in Betrieb und Nachweis. Jedes Zonenmodell, jeder Fernzugang und jedes Modell erhält Protokoll, Versionsstand und die Unterlagen, die das BSI-Gesetz, NIS2 und der B3S Wasser/Abwasser verlangen. Kryptografie und Hardware-Sicherheitsmodule sind unsere Kernkompetenz. Die Schlüssel der Gerätezertifikate, mit denen sich Außenstationen und Fernwartungszugänge ausweisen, liegen deshalb in zertifizierten Geräten statt in Software.
sind unsere Kernkompetenz. Gerätezertifikate für Außenstationen, Fernwartungszugänge und Fernwirkverbindungen stützen wir auf CA-Schlüssel in zertifizierten Hardware-Sicherheitsmodulen.
Die gesamte Lösung läuft in deutschen Rechenzentren, von der Sensordatenplattform über die Prognosemodelle bis zur Abrechnung mit den Verbrauchsdaten Ihrer Kunden.
sind unser Alltag. Wir kennen die Erwartungen von BSI, prüfenden Stellen, Aufsichtsbehörden und Informationssicherheit an Betreiber in der Wasserwirtschaft.
OT-Sicherheitsingenieure, Integrationsingenieure und Data Engineers begleiten Sie von der Beratung bis zum Betrieb, ohne Übergabe an Dritte.
Die meisten Wasserbetriebe scheitern nicht an fehlender Technik, sondern an langlebiger Leittechnik, verteilten Standorten und kleinen Teams mit wachsenden Nachweispflichten.
01
Prozessleitsystem, Steuerungen und Büro-IT teilen sich ein flaches Netz, Sicherheitsupdates fehlen seit Jahren und ein Vorfall im Büro kann bis in die Anlage wirken.
02
Pumpwerke, Brunnen und Hochbehälter sind über Router mit Standardkonfiguration angebunden, Dienstleister nutzen geteilte Konten und niemand protokolliert, wer wann auf welche Station zugreift.
03
Durchfluss, Druck und Qualitätswerte laufen im Leitsystem auf, werden aber nicht mit Verbrauch und Laborwerten verknüpft, sodass Leckagen und Qualitätsabweichungen spät auffallen.
04
Die Maßnahmen aus dem B3S Wasser/Abwasser stehen in einer Tabelle ohne Verantwortliche, Meldewege nach NIS2 sind nicht geübt und die Angriffserkennung beschränkt sich auf die Büro-IT.
| On-Premises | Deutsche Cloud | Hyperscaler | |
|---|---|---|---|
| Datenhaltung | Ihr Rechenzentrum, Ihre Leitsysteme und HSM | Rechenzentren in Deutschland, betrieben nach ISO 27001 | Azure, AWS oder Google Cloud, Region wählbar |
| Betrieb | Ihr Team oder OTOKO® als Managed Service | OTOKO®, mit Auditrechten für Ihren Betrieb | Gemeinsam, Plattformdienste durch den Anbieter |
| Werkzeuge | OT-Monitoring im Leitnetz, Sprungserver, HSM im Haus | Gehostete PKI, HSM as a Service, Sensordaten- und Abrechnungsplattform | Verwaltete IoT-, Daten- und Machine-Learning-Dienste |
| Geeignet für | Leittechnik, Fernwirktechnik, CA-Schlüssel, kritische Anlagen | Kommunale Betriebe mit Bedarf an Souveränität und Auditrechten | Prognosemodelle, Analytik, Kundenportale mit Lastspitzen |
| Compliance | Volle Kontrolle, Nachweise aus Ihrem ISMS nach B3S | Auftragsverarbeitung nach DSGVO, Standort Deutschland, Nachweis für KRITIS | Auftragsverarbeitung, Standardvertragsklauseln, Ausstiegsszenario je Dienst |
Zusammenarbeit
Projekt
Klar abgegrenztes Vorhaben wie ein Zonenmodell, eine Fernwartungslösung oder eine Sensordatenplattform mit definiertem Ergebnis, Meilensteinen und Abnahme.
Team-Verstärkung
OT-Sicherheitsingenieure, Integrationsingenieure oder Data Engineers arbeiten in Ihren Teams, mit Ihren Werkzeugen und nach Ihren Betriebsregeln für die Leitwarte.
Managed Service
OTOKO® betreibt OT-Monitoring, Fernwartungsplattform, PKI oder Sensordatenplattform mit vereinbarten Leistungswerten, Berichten und den Vertragsbestandteilen, die KRITIS und NIS2 für Dienstleister verlangen.
Was die Vorgabe in der Wasserwirtschaft verlangt und was OTOKO® dafür liefert.
| Vorgabe | Verlangt | OTOKO® liefert |
|---|---|---|
| IEC 62443 | Zonen und Übergänge mit Schutzstufen, Risikoanalyse, Sicherheitsanforderungen an Systeme und Komponenten, kontrollierte Fernzugriffe und Pflichten für Dienstleister in Automatisierungs- und Leitsystemen | Zonenmodell nach IEC 62443-3-2, Anforderungen nach IEC 62443-3-3, Segmentierung, Fernwartung über Sprungserver, Dienstleisteranforderungen nach IEC 62443-2-4 |
| KRITIS | Angemessene organisatorische und technische Maßnahmen nach Stand der Technik, Systeme zur Angriffserkennung, Meldung erheblicher Störungen und regelmäßiger Nachweis gegenüber dem BSI für Betreiber kritischer Anlagen | Geltungsbereich, Maßnahmenplan, Angriffserkennung in Leitnetz und Büro-IT, Meldeprozess, Prüfungsunterlagen und Begleitung der prüfenden Stelle |
| NIS2 | Risikomanagement, Sicherheit der Lieferkette, Registrierung, gestufte Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle sowie Schulung und Verantwortung der Geschäftsleitung für Einrichtungen der Sektoren Trinkwasser und Abwasser | Einstufung und Registrierung, Risikoregister, Meldeprozess mit Vorlagen, Dienstleisterverträge mit Auditrechten, Schulung der Geschäftsleitung |
| B3S Wasser/Abwasser | Branchenspezifischer Sicherheitsstandard von DVGW und DWA, vom BSI als geeignet festgestellt, mit Maßnahmen für Leittechnik, Fernwirktechnik, Netze, Organisation und Notfallmanagement | Lückenanalyse nach B3S, priorisierter Maßnahmenplan, Umsetzung der technischen Maßnahmen und Dokumentation als Grundlage des Nachweises nach BSI-Gesetz |
| BSI IT-Grundschutz | Informationssicherheitsmanagement nach BSI-Standards 200-1 bis 200-3, Schutzbedarfsfeststellung und Umsetzung der Bausteine des IT-Grundschutz-Kompendiums inklusive der IND-Bausteine für industrielle IT | ISMS-Aufbau mit Strukturanalyse und Modellierung, Risikoanalyse nach BSI-Standard 200-3, Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4, Vorbereitung einer Zertifizierung nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz |
Häufige Fragen
15 Antworten zu Ihrer Branche, zum Projekt und zum Betrieb danach.
Das Angebot umfasst die Absicherung von Leittechnik und Netzsteuerung mit Zonen nach IEC 62443, sichere Fernwartung für Pumpwerke und Außenstandorte, Sensordatenplattformen für Leckageerkennung und Wasserqualität, Bedarfsprognose und Anomalieerkennung mit Machine Learning, Kunden- und Abrechnungssysteme nach DSGVO sowie KRITIS- und NIS2-Compliance mit dem B3S Wasser/Abwasser. Jedes Handlungsfeld lässt sich einzeln oder als Gesamtpaket beauftragen, mit Betrieb in deutschen Rechenzentren.
In der Regel nicht. Firewalls, Sicherheitsgateways, Datendioden und überwachte Fernwartung lassen sich vor bestehende Steuerungen setzen, ohne deren Programmierung oder den Anlagenbetrieb zu verändern. Ein Austausch wird nur dort geplant, wo Komponenten keine sichere Anbindung mehr zulassen, und dann im Rahmen ohnehin anstehender Erneuerungen und außerhalb kritischer Betriebsphasen.
NIS2 zählt Trinkwasser und Abwasser zu den Sektoren mit hoher Kritikalität und knüpft die Pflichten an Sektor und Unternehmensgröße, sodass auch Betriebe unterhalb der KRITIS-Schwellen erfasst sein können. Ob und in welcher Kategorie ein Betrieb betroffen ist, hängt zusätzlich von der Rechtsform ab, und wir prüfen das gemeinsam mit Ihnen. Wir arbeiten mit Betreibern kritischer Infrastrukturen und regulierten Branchen. Die Maßnahmen richten sich in jedem Fall am Risiko der Anlage aus.
Der B3S Wasser/Abwasser beschreibt, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen Wasserwerke, Kläranlagen und Netze nach Stand der Technik brauchen, von der Segmentierung der Leittechnik bis zum Notfallmanagement. Betreiber kritischer Anlagen können ihn als Grundlage für den Nachweis nach BSI-Gesetz nutzen. Wir führen die Lückenanalyse durch, setzen die fehlenden Maßnahmen um und bereiten die Unterlagen so auf, dass die prüfende Stelle jede Maßnahme nachvollziehen kann.
Wir setzen Modelle so ein, dass sie Empfehlungen und Meldungen an die Leitwarte geben und das Betriebspersonal entscheidet. Übernimmt ein Modell eine Sicherheitsfunktion in der Wasserversorgung, gilt es nach EU AI Act als Hochrisiko-System und braucht Risikomanagement, Dokumentation, Protokollierung und menschliche Aufsicht. Diese Unterlagen entstehen bei uns von Anfang an, und die Modelle laufen außerhalb des Leitnetzes mit einseitigem Datenfluss.
Verbrauchsdaten, die einem Haushalt zugeordnet sind, gelten nach DSGVO als personenbezogen. Für die Abrechnung klären wir mit Ihnen die Rechtsgrundlage aus Vertrag, Satzung oder gesetzlicher Pflicht, legen Löschfristen fest und beachten Landesregelungen zu Funkwasserzählern, die teils ein Widerspruchsrecht vorsehen. Für Netzanalysen und Prognosen erhalten Plattform und Modelle nur pseudonymisierte oder zusammengefasste Daten, und alle Daten bleiben in deutschen Rechenzentren.
Ja. Wir können zunächst eine konkrete Aufgabe abgrenzen. Dabei betrachten wir ihre Schnittstellen zur übrigen Infrastruktur und stimmen vor der Umsetzung ab, welche Leistungen zum Auftrag gehören.
Eine kurze Beschreibung der Herausforderung, der betroffenen Systeme und Ihres gewünschten Ergebnisses genügt für den Einstieg. Bekannte Termine und die passenden Ansprechpartner helfen zusätzlich. Zugangsdaten oder vertrauliche Systemdokumentation gehören nicht in eine erste Kontaktanfrage.
Sicherheitsarchitekt: Zielarchitektur, Zonenmodell, Nachweise. OT-Sicherheitsingenieur: Segmentierung, OT-Monitoring, Fernwartung nach IEC 62443. Integrationsingenieur: Fernwirkanbindung, PKI und HSM, Schnittstellen zur Abrechnung. Data Engineer: Sensordatenplattform, Prognose- und Anomaliemodelle. Compliance-Berater: B3S Wasser/Abwasser, KRITIS, NIS2, DSGVO. Projektleitung: Meilensteine, Abnahmen, Berichte.
Wir betrachten Systeme, Schnittstellen, Dokumentationslage und betriebliche Rahmenbedingungen. Ein abgestimmter Umfang und Meilensteine bilden die Grundlage für die Aufwandsschätzung. Eine feste Dauer ohne diese Angaben wäre nicht belastbar.
Anlagen, Netze, Fernzugänge, Datenquellen und regulatorische Lücken Priorisierte Maßnahmenliste, Anlagen- und Zugangsinventar, Lückenanalyse zu B3S Wasser/Abwasser, KRITIS und NIS2
Projekt: Klar abgegrenztes Vorhaben wie ein Zonenmodell, eine Fernwartungslösung oder eine Sensordatenplattform mit definiertem Ergebnis, Meilensteinen und Abnahme. Team-Verstärkung: OT-Sicherheitsingenieure, Integrationsingenieure oder Data Engineers arbeiten in Ihren Teams, mit Ihren Werkzeugen und nach Ihren Betriebsregeln für die Leitwarte. Managed Service: OTOKO® betreibt OT-Monitoring, Fernwartungsplattform, PKI oder Sensordatenplattform mit vereinbarten Leistungswerten, Berichten und den Vertragsbestandteilen, die KRITIS und NIS2 für Dienstleister verlangen.
Monitoring, Prüfungen, Wissenstransfer Monitoring, Zertifikatserneuerung, Prüfungsbegleitung, schrittweise Übergabe
Das lässt sich im ersten Konzept berücksichtigen. Dokumentierte Schnittstellen und wiederverwendbare Regeln schaffen eine Grundlage für den Ausbau. Jeder zusätzliche Standort und jedes neue System werden dennoch auf ihre besonderen Anforderungen geprüft.
Zuständigkeiten, wiederkehrende Aufgaben und Änderungsabläufe werden zusammen mit der technischen Umsetzung festgelegt. Dokumentation und Wissenstransfer helfen Ihrem Team im Alltag. Welche Tätigkeiten und laufende Unterstützung dazugehören, wird im Leistungsumfang vereinbart.
Wasserwirtschaft
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie gut Ihre Leittechnik und Ihre Außenstandorte heute geschützt sind.
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