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Software modernisieren

Alte Software. Wachsende Risiken.

Ein abgekündigtes Framework, schwer verständlicher Code oder fehlende Schnittstellen können jede Änderung zum Risiko machen. Wir untersuchen Ihre Anwendung, sichern vorhandenes Verhalten durch Tests ab und entwickeln einen schrittweisen Erneuerungspfad mit klaren Umschalt- und Rückfallentscheidungen.

Arbeit an bestehenden Anwendungen mit mehreren Bildschirmen – Symbolmotiv
Von der Aufgabenstellung bis zur dokumentierten Übergabe.

Wann diese Leistung hilft

Software modernisieren: Ihr Auftrag an uns.

  • Abgekündigte Technologien ablösen
  • Änderungen wieder planbar machen
  • Wissen aus gewachsenen Anwendungen sichern

Anwendungen, die seit Jahren laufen, aber auf veralteten Frameworks beruhen, modernisieren wir schrittweise mit geplanter Umstellung. Nach einer Bestandsaufnahme von Code, Abhängigkeiten und Datenflüssen wählen wir je Anwendung den Weg: Replatforming in Container, Refactoring zu Modulen, Datenmigration in ein neues Modell oder Ablösung durch eine Nachfolgeanwendung. Alte und neue Teile laufen parallel, bis der letzte Prozess umgezogen ist.

Was zum Auftrag gehören kann

  • Bestandsaufnahme mit Code-Analyse, Abhängigkeitsliste, Datenflüssen und Betriebskosten je Anwendung
  • Bewertung nach Geschäftsnutzen und Risiko, Entscheidung zwischen Replatforming, Refactoring und Ablösung
  • Charakterisierungstests um den Altbestand, bevor die erste Zeile geändert wird
  • Schrittweise Zerlegung nach dem Strangler-Pattern, Betrieb alter und neuer Teile parallel
  • Datenmigration mit Abgleich, Probelauf und dokumentiertem Rückfallplan

Den konkreten Umfang, die Abnahmen und Ihre Mitwirkung legen wir im Angebot fest.

Der Zusammenhang auf einen Blick

Den Bestand verstehen. Den Wechsel beherrschen.

  1. 01

    Erfassen

    Fachlogik und Abhängigkeiten sichtbar machen

  2. 02

    Absichern

    Bestehendes Verhalten vergleichbar testen

  3. 03

    Umstellen

    Datenführung und Umschaltung kontrollieren

  4. 04

    Ablösen

    Alte Komponenten geordnet stilllegen

Planung, Umsetzung und Entscheidungen

Worauf es bei Software modernisieren ankommt.

01

Verstehen, bevor wir ersetzen

Im Quellcode stecken oft Geschäftsregeln, die kein Dokument vollständig beschreibt. Deshalb verbinden wir Code- und Abhängigkeitsanalyse mit Gesprächen im Fachbereich und Beobachtung realer Abläufe. Wiederkehrende Störungen, manuelle Korrekturen und Sonderfälle zeigen, wo die tatsächlichen Risiken liegen. Wir erfassen auch Datenquellen, Hintergrundjobs und externe Aufrufer.

Charakterisierungstests halten fest, wie die Anwendung heute arbeitet. Nicht jedes bestehende Verhalten ist richtig; fachliche Fehler werden ausdrücklich von Funktionen getrennt, die erhalten bleiben müssen. So entsteht eine belastbare Grundlage für den Vergleich zwischen Alt- und Neusystem.

02

Erneuerung in kontrollierbaren Schritten

Ein Umzug auf eine neue Plattform löst nicht automatisch Probleme im Anwendungscode. Wir unterscheiden daher Änderungen an Laufzeit und Betrieb, Umbau einzelner Module und vollständige Ablösung. Wo sinnvoll, übernimmt eine neue Komponente schrittweise Aufgaben aus dem Bestand. Ein Parallelbetrieb ist eine geplante Übergangsphase mit klarer Datenverantwortung.

Jeder Schritt erhält ein Ziel, einen Testumfang und eine Rückfallentscheidung. Wartungsfenster und mögliche Unterbrechungen werden gemeinsam geplant; unterbrechungsfreier Betrieb ist kein pauschales Versprechen. Erst wenn der Nachweis für den jeweiligen Prozess vorliegt, wird der nächste Teil umgestellt.

03

Datenmigration und kontrollierte Stilllegung

Historische Daten enthalten Dubletten, fehlende Werte und Regeln aus früheren Versionen. Wir definieren Zuordnung, Bereinigung und Abgleich vor der produktiven Migration. Probeläufe zeigen, ob Laufzeiten, Datenmengen und Ausnahmen beherrschbar sind. Besonders wichtige Summen, Beziehungen und Stichproben werden fachlich geprüft.

Für die Abschaltung müssen auch Exporte, Aufbewahrung, Rückfragen zu Altfällen und abhängige Systeme geklärt sein. Wir dokumentieren, welche Daten wo weiter verfügbar bleiben und wann ein Rückweg nicht mehr möglich ist. Zur Übergabe gehört die neue Betriebsdokumentation ebenso wie der Umgang mit dem stillgelegten System.

Werkzeuge folgen der Aufgabe

Technik, die zu Ihrer Umgebung passt.

  • Kubernetes
  • Docker
  • .NET
  • Go
  • PostgreSQL
  • Terraform

Die Auswahl richtet sich nach vorhandenen Systemen, Ihrem Team und dem späteren Betrieb. Nicht jedes Projekt benötigt alle genannten Technologien.

Für Fachverantwortliche und technische Teams

Die Entscheidungen hinter der Umsetzung.

04

Fachliches Verhalten sichern statt Altcode blind übertragen

Bei gewachsenen Systemen erklärt der Code oft nur einen Teil des Prozesses. Tabellenexporte, manuelle Datenkorrekturen und zeitgesteuerte Jobs können unverzichtbare Aufgaben übernommen haben. Wir erfassen diese Nebenwege und bauen einen Katalog charakteristischer Fälle auf: Normalfälle, historische Ausnahmen, Grenzwerte und bekannte Fehler. Ein Vergleichslauf zwischen Alt- und Neusystem macht Abweichungen sichtbar, entscheidet aber noch nicht, welches Ergebnis fachlich richtig ist.

Der Fachbereich bewertet Unterschiede gemeinsam mit dem Entwicklungsteam. Rundung, Zeitzonen, Sortierreihenfolge oder historische Preisregeln können scheinbar kleine Abweichungen mit großer Wirkung erzeugen. Gewünschte Verhaltensänderungen werden von unbeabsichtigten Regressionen getrennt. Erst dadurch entsteht eine sinnvolle Abnahmebasis. Die dokumentierten Fälle dienen später als dauerhaftes Sicherheitsnetz für weitere Umbauten und halten Wissen fest, das bisher nur einzelne Personen besitzen.

05

Datenführung im Parallelbetrieb und Umschaltung planen

Solange alte und neue Komponenten zusammenarbeiten, darf die Zuständigkeit für Schreibzugriffe nicht unklar sein. Wir bestimmen pro Datenbereich ein führendes System und planen die Übergabe dieser Verantwortung. Zwei unkoordiniert schreibende Anwendungen können widersprüchliche Zustände erzeugen, selbst wenn jede für sich korrekt arbeitet. Die Zwischenarchitektur braucht daher eigene Schnittstellen, Abgleiche und eine begrenzte Lebensdauer.

Ein Migrationsplan umfasst Erstübernahme, zwischenzeitliche Änderungen und den finalen Abgleich. Wir prüfen Datensatzzahlen, fachliche Summen, Beziehungen und repräsentative Einzelfälle. Vor der Umschaltung werden Abbruchkriterien, Entscheidungsbefugnis und zulässige Schreibpausen festgelegt. Ein Rückfall ist nur dann realistisch, wenn neu entstandene Daten wieder verarbeitet werden können. Wo das nicht möglich ist, werden Zeitpunkt und Konsequenzen dieser Grenze vor der Freigabe benannt.

06

Technische Entflechtung und Abschluss der Ablösung

Eine neue Oberfläche über einer unveränderten Altarchitektur beseitigt nicht automatisch deren Grenzen. Wir untersuchen gemeinsam genutzte Tabellen, implizite Dateiformate, direkte Datenbankzugriffe und Bibliotheken, die mehrere Anwendungen gleichzeitig binden. Schrittweise eingeführte Adapter können Änderungen abfangen. Sie sind jedoch Übergangskomponenten mit eigener Wartung und sollten nicht unbemerkt zur dauerhaften zweiten Systemlandschaft werden.

Für jede ersetzte Funktion gibt es deshalb auch eine Stilllegungsaufgabe. Alte Jobs, Benutzerkonten, Schnittstellen, Infrastruktur und Lizenzen werden auf verbleibende Nutzung geprüft. Historische Auskünfte benötigen gegebenenfalls einen lesenden Zugriff oder einen dokumentierten Export. Erst wenn Abhängigkeiten aufgelöst, Betriebsunterlagen aktualisiert und Zuständigkeiten übergeben sind, ist die Modernisierung dieser Etappe abgeschlossen. Das verhindert, dass sich Kosten für Alt- und Neusystem dauerhaft addieren.

Nachvollziehbare Arbeitsergebnisse

Was Sie in Händen halten.

Ergebnis 01

Bewertetes Anwendungsportfolio mit Modernisierungspfad je Anwendung

Ergebnis 02

Modernisierte Anwendung mit Testabdeckung und Container-Images

Ergebnis 03

Migrationsprotokoll mit Datenabgleich und Rückfallplan

Beispielhafter Projektablauf

So kann der Einsatz aussehen.

Ein Abrechnungssystem nutzt eine nicht mehr unterstützte Laufzeit. Zuerst werden Berechnungen durch Vergleichstests abgesichert. Danach folgt ein abgegrenztes Modul; die Datenübernahme wird mehrfach geprobt, bevor die produktive Umschaltung freigegeben wird.

Illustratives Szenario, keine Kundenreferenz oder Ergebnisgarantie.

Das hilft beim Einstieg

  • Quellcode und ausführbare Testumgebung, soweit vorhanden
  • Bekannte Fehler, Abhängigkeiten und kritische Termine
  • Fachliche Prüffälle und Ansprechpartner für historische Regeln

Fehlende Unterlagen sind kein Ausschlussgrund. Wir klären gemeinsam, welche Informationen zuerst beschafft werden müssen.

Ihr Vorhaben im Detail

Modernisieren, während das Geschäft weiterläuft.

Wir planen die Erneuerung bestehender Anwendungen mit Blick auf ihre fachliche Bedeutung. Der Umfang kann von einer gezielten technischen Ertüchtigung bis zum schrittweisen Ersatz einzelner Funktionen reichen.

Bestehendes Verhalten vor Änderungen absichern

Dokumentation allein beschreibt selten alle Regeln einer langjährig genutzten Anwendung. Wir sammeln repräsentative Vorgänge, Ausnahmen und bekannte Fehler mit Ihren Anwendern. Geeignete Vergleichstests halten fest, welches Verhalten erhalten bleiben muss und welche Abweichungen bewusst korrigiert werden sollen.

Technische Bestandsaufnahme und fachliche Priorisierung werden verbunden. Veraltete Bibliotheken, schwer änderbare Module und häufige Betriebsstörungen haben unterschiedliche Auswirkungen. Wir wählen den Einstieg dort, wo Nutzen, Risiko und Abhängigkeiten eine kontrollierte Etappe erlauben.

Übergänge und Datenverantwortung ausdrücklich gestalten

Während eines Parallelbetriebs muss klar sein, welches System für welche Daten führend ist. Unkontrolliertes beidseitiges Schreiben kann widersprüchliche Zustände erzeugen. Wir planen Synchronisation, Übergangsadapter und Abgleiche nur für die tatsächlich benötigte Übergangszeit.

Ein Rückweg hängt von den bereits erfolgten Datenänderungen ab. Deshalb definieren wir vor dem Wechsel, bis wann eine Rückkehr möglich ist und welche Nacharbeiten nötig wären. Nach erfolgreicher Umstellung werden alte Zugänge, Aufgaben und Infrastruktur gezielt stillgelegt, damit die Übergangslösung nicht dauerhaft zusätzliche Komplexität erzeugt.

Illustratives Projektszenario

Wie die Leistung im Alltag hilft.

Beispiel: Eine Bestandsanwendung soll einen neuen Kundenbereich erhalten. Wir lösen zunächst die lesende Kundensicht heraus und vergleichen ihre Daten mit dem Altsystem. Schreibende Vorgänge folgen später mit einem definierten Wechsel der Datenverantwortung.

Dieses Beispiel erläutert einen möglichen Ablauf und ist keine Kundenreferenz.

Vor einer Beauftragung

Ihre Fragen zu Software modernisieren.

Muss alles neu entwickelt werden?

Nein. Gut funktionierende Fachlogik kann erhalten bleiben. Die Bestandsaufnahme zeigt, ob ein Laufzeitwechsel, die Erneuerung einzelner Module oder eine Ablösung sinnvoll ist. Entscheidend sind Wartbarkeit, Risiko und die geplanten Änderungen am Geschäftsprozess.

Was passiert bei fehlender Dokumentation?

Wir rekonstruieren Zusammenhänge aus Code, Daten und tatsächlichen Abläufen. Mitarbeitende mit fachlichem Wissen sind dabei besonders wichtig. Fehlende Zugänge oder Nutzungsrechte können den Umfang begrenzen; solche Lücken werden vor einer belastbaren Zusage geklärt.

Kann der Betrieb währenddessen weiterlaufen?

Oft lässt sich die Umstellung in Etappen durchführen. Ob Parallelbetrieb, kurze Wartungsfenster oder eine längere Unterbrechung nötig sind, hängt von Datenhaltung und Architektur ab. Wir planen die Umschaltung mit fachlichem Abgleich und einem realistisch nutzbaren Rückfallweg.

Der nächste Schritt

Erzählen Sie uns, wo es heute hakt.

Eine kurze Beschreibung Ihrer Anwendung, des Problems und Ihres Ziels genügt für den Einstieg. Die ausgewählte Leistung wird in Ihre Kontaktanfrage übernommen.

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